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Ursache: technischer Defekt

Schulbus brennt aus – Fahrer rettet alle 14 Schüler

GLASHÜTTE/SCHIEDER/LÜGDE. Wie böse es hätte ausgehen können, mag sich niemand vorstellen. Denn glücklicherweise wurde kein Mensch verletzt, als am Donnerstag gegen 7.30 Uhr ein Schulbus auf der Strecke zwischen Glashütte und Schieder binnen kurzer Zeit vollkommen ausbrannte. Alle Insassen kamen mit heiler Haut davon.

veröffentlicht am 01.02.2018 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 01.02.2018 um 21:30 Uhr

Binnen weniger Minuten stand der Schulbus in Flammen. Die 14 Schülerinnen und Schüler hatte der Busfahrer noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Sie kamen mit einem Schrecken davon. Foto: Feuerwehr Schieder-Schwalenberg/Deilke

Der mit 14 Mädchen und Jungen besetzte Bus war unterwegs zur Johannes-Gigas-Sekundarschule in Lügde, als es im hinteren Fahrgastraum verbrannt zu riechen begann. Gleich darauf sahen hinten sitzende Jugendliche durchs Heckfenster die ersten aus dem Motor schlagenden Flammen.

Dass niemand zu Schaden kam, ist ganz offenbar dem schnellen Handeln des Fahrers zu verdanken. „Er hat hervorragend reagiert, hat den Bus sofort gestoppt, die Kinder rausgeschmissen und auf einem abzweigenden Weg in Sicherheit gebracht“, berichtet sein Chef, der Elbrinxer Busunternehmer Jörg Brinn, und die Polizei teilte seine Sicht.

Der Fahrer alarmierte die Feuerwehr und setzte sogar noch selbst den Feuerlöscher an. Doch die aus dem Heck schlagenden Flammen waren nicht unter Kontrolle zu bringen. Im Nu breiteten sie sich über den kompletten Bus aus.

„Der Bus ist hin“, sagt Reisedienst-Chef Jörg Brinn mit Blick auf das ausgebrannte Wrack. Aber auch er ist vor allem erleichtert, dass kein Mensch zu Schaden kam. Foto: Feuerwehr Schieder-Schwalenberg/Deilke
  • „Der Bus ist hin“, sagt Reisedienst-Chef Jörg Brinn mit Blick auf das ausgebrannte Wrack. Aber auch er ist vor allem erleichtert, dass kein Mensch zu Schaden kam. Foto: Feuerwehr Schieder-Schwalenberg/Deilke

Als die Feuerwehr Schieder-Schwalenberg kurz darauf mit 16 Mann auf der Bergstraße eintraf, brannte das Fahrzeug schon lichterloh, die Flammen schlugen meterhoch. Auch der Angriff mit Löschschaum aus mehreren Rohren konnte das völlige Ausbrennen des Busses nicht verhindern. Von dem gelben Fahrzeug blieb nur noch das verkohlte Gerippe übrig. „Da ist kein Lack mehr drauf. Selbst der Motor ist geschmolzen“, sagte Jörg Brinn.

Zwei der 14 Jugendlichen wurden von ihren Müttern ab- und nach Hause geholt. Einer soll über Kopfschmerzen geklagt haben, ein anderer einen Schock erlitten haben.

Die übrigen Sechst- bis Neuntklässler wurden in einem Ersatzbus zur Schule gefahren. Dort kamen sie gegen 8.15 Uhr wohlbehalten an. Allerdings war es nur zwei Schülern gelungen, auf der Flucht ihre Ranzen zu schnappen. Die übrigen Schultaschen verbrannten im Bus.

Als mutmaßliche Brandursache nannte die Polizei einen abgerissenen oder geplatzten Kraftstoffschlauch. Der aus dem Leck auf den Motor getropfte Diesel dürfte das Feuer entfacht haben. „Die Dieselspur war nur 50 Meter lang“, sagt der Busunternehmer. Daraus schließt er auf einen unvorhersehbaren technischen Defekt. „Das Fahrzeug war gerade beim TÜV.“

Der Schaden geht nach einer ersten Schätzung der Polizei in die Tausende.

Die Feuerwehr kümmerte sich neben der Brandbekämpfung auch um die Beseitigung der Gefahrenstelle durch ausgelaufenen Kraftstoff, der sich auf der Straße verteilt hatte. Das Umweltamt des Kreises Lippe war ebenfalls vor Ort. Die Bergstraße blieb noch einen Teil des Vormittags gesperrt. Mitarbeiter der Straßenmeisterei Schieder reinigten die Fahrbahn, und der Bus musste weggeschafft werden.

Schulleiter Uwe Tillmanns traf sich später mit den Heranwachsenden in der Schulaula. Er ließ sich berichten, was sie erlebt hatten. „Wir sind erleichtert, dass den Schülern nichts passiert ist.“ Bei der Neubeschaffung ihrer Sachen werde die Schule die Kinder unterstützen, „falls es irgendwo klemmt“, stellt der Rektor in Aussicht.



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