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Die Gigas-Schule wird noch richtig teuer

„Schönen Dank für die Schreckensliste“

Lügde. Im ganzen Land schließen Haupt- und Realschulen. Aber Lügdes Johannes-Gigas-Schule ist durch die schnelle, frühe Umwandlung in eine Sekundarschule fein raus. Sie wächst und lockt sogar mehr Kinder aus dem Umland als erhofft. Statt der mindestens 60 Fünftklässler konnte Schulleiter Uwe Tillmanns letzte Woche 81 neue Kinder auf dem Ramberg begrüßen.

veröffentlicht am 10.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:00 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Die Stadt Lügde als Schulträgerin hat damit allerdings eine neue Aufgabe vor der Brust, die richtig ins Geld gehen dürfte: Sie muss den jahrzehntealten Gebäudekomplex sanieren. Denn die Isolierung der mit Waschbetonplatten verhängten Außenwände ist mies, und auch die alten Nachtspeicheröfen müssen raus. „Ein paar Manschetten habe ich schon davor“, gestand Lügdes Bauamtsleiter Günter Loges neulich, als das Thema im Schulausschuss zur Sprache kam.

Mit Flickwerk will man im Lügder Rathaus jedoch gar nicht anfangen, um den über lange Jahre aufgestauten Sanierungsbedarf zu beheben. Entstehen konnte der, weil niemand ans Bauen dachte, als der Bestand der Schule lange Zeit noch in den Sternen stand.

„Aber die ist jetzt entschieden“, sagte Bürgermeister Heinz Reker gestern im Anschluss an den nicht öffentlichen Teil der Bauausschusssitzung im Lügder Rathaus auf PN-Anfrage. „Jetzt gewinnen die Aufgaben an Aktualität, die wir bisher immer vor uns hergeschoben haben.“ Wie der Verwaltungschef weiter erklärte, haben die Politiker gestern Abend den Vorschlag der Verwaltung abgesegnet, ein Fachbüro aus Dortmund mit den Schul-Arbeiten beziehungsweise deren Planung zu betrauen. „Das Büro hat schon ähnliche Schulen saniert und verfügt über Fachwissen in allen Disziplinen – auch über die Generierung von Fördermitteln“, hatte Bauamtschef Loges schon den Schulpolitikern erklärt.

Die Fachleute aus Dortmund sollen nun im Winter eine Gesamtüberprüfung der Gebäude vornehmen.

Dabei werden die Experten ihr Augenmerk sicher auch auf die inzwischen über 40 Jahre alten Verwaltungs-Pavillons legen. Schulleiter Tillmanns hat schon ganz klar gesagt, was er will: „Nur ein kompletter Verwaltungsneubau genügt den Erfordernissen der Lehrer.“ Denn: Lehrer an einer Ganztagsschule bräuchten nicht nur ein Lehrerzimmer, sondern zudem mindestens zehn bis zwölf Arbeitsplätze in der Schule – ganz zu schweigen von einem Lehrer-WC, einem Besprechungs- und einem Krankenzimmer. „All das lässt sich mit den vorhandenen Provisorien nicht machen“, glaubt der Schulleiter.

Und er sieht noch andere Baustellen: Angefangen bei Internet-Zugängen in allen Klassenräumen, dem unebenen Schulhof, „auf dem sich ein Lehrer einen Achillessehnenriss zugezogen hat und die Schüler stolpern und stürzen“, über das Treppenhaus bis zum Raumkonzept, das Tillmanns und sein Kollegium für die Sekundarschule erarbeitet haben. Der Schulausschussvorsitzende Joachim Krause (SPD) kommentierte die Aufzählung in einer ersten Reaktion mit „Schönen Dank für die Schreckensliste.“

Noch weiß im Lügder Rathaus niemand, wie die mit Waschbetonplatten behängte Gigas-Schule energetisch saniert werden kann. Darum soll sich nun ein Dortmunder Fachbüro kümmern.

Die Schule hat jetzt eine Zukunft. Ob das auch für die Verwaltungs-Pavillons gilt, bezweifelt Schulliter Uwe Tillmanns stark. jl



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