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Tag der offenen Tür bei St. Kilian-Schützen

„Schießen ist ein guter Ausgleich“

Lügde (rr). Wer am Samstagnachmittag zum „Tag der offenen Tür“ bei der Schießgruppe der Schützenbruderschaft „St. Kilian“ am Schützenhaus in Lügde vorfuhr, konnte sich in aller Ruhe einen beliebigen Parkplatz suchen. Nur wenige Besucher hatten den Weg dorthin in Kauf genommen, die meisten Tische im Saal blieben leer und es tummelten sich zunächst einmal gut 20 Kinder mit ihren Eltern auf dem Gelände, unter anderm an der Eisstockbahn.

veröffentlicht am 28.04.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 05:21 Uhr

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Schützen stellen neues Gewehr vor

„Bei gutem Wetter gibt’s für die Leute natürlich in und um Lügde massenhaft andere Veranstaltungen“, vermutete Schießmeister Christian Wöhler. Dabei war der Grund für die Einladung ein ganz besonderer. Das neue Infrarotgewehr für das Jugendschießen sollte der Öffentlichkeit präsentiert werden, ein Trainingssimulator, mit dem schon Kinder und Jugendliche ab sechs Jahre ohne die vom Waffengesetz geforderte Altersbeschränkung Schießsport erleben können.

Lars Gärtner (12) und sein Bruder Jan-Erik (8) waren begeistert. „Ich hab‘ noch nie geschossen“, sagte Jan-Erik. „Das macht riesig Spaß, aber es ist schon sehr schwierig!“ Nach gründlicher Einweisung durch Jugendschießsportleiter Meikel Gehle hatte er mit dem großen Gewehr auf die kleine Scheibe angelegt und bekam die Schussbilder seiner Treffer direkt auf einem PC realistisch angezeigt. „Schießen ist für Erwachsene und Kinder sinnvoll zur Förderung der Konzentration und ein guter Ausgleich zur Hektik des Alltags. Außerdem werden bei uns die Waffen im Verein gelagert und sind durch mehrere Systeme einbruchssicher verwahrt“, sagte Gehle und Christian Wöhler ergänzte: „Wir unterstützen durchaus das verschärfte Waffengesetz in NRW und sind froh, dass wir unseren Jugendlichen unter 14 Jahren nun die seit Jahren projektierte Infrarotanlage bieten können.“

Man könne gesellschaftliche Phänomene wie etwa das Sinken der Aggressionsschwelle nicht auf dem Rücken der Schießsportvereine austragen. Dabei wird in der Jugendschießsportabteilung nicht nur geschossen. Die Jugendlichen unternehmen etwa Ausflüge in Freizeitparks oder Fahrten zu Veranstaltungen des Bundes der Historischen Schützenbruderschaften mit Teilnahme am Diozesan- oder Bundesjungschützentag.

Auch sportliche Wettkämpfe werden gepflegt. Das konnten die Kinder und Jugendlichen denn auch gleich praktisch erproben: In vier Altersklassen wurden Pokale ausgeschossen und auch die am Spätnachmittag zahlreichen Erwachsenen hatten Gelegenheit, Luft- und Kleinkaliberwaffen zu probieren. In der Altersklasse 6 bis 8 Jahre gewann Niklas Leßmann, in der Klasse 9 bis 10 Jahre Georgina Hancy, in der Klasse 11 bis 12 Jahre Angela Shaw und in der Klasse 13 bis 16 Jahre Merlin Niemann.

Jan-Erik Gärtner erhält von Schießmeister Christian Wöhler eine gründliche Einweisung. Foto: rr



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