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Lügder Angler ziehen positive Bilanz zum Vorjahr / Wenig Diskussionsbedarf bei Versammlung

Schiedersee nun zusätzliches Vereinsgewässer

Lügde. Lang war die Tagesordnung, als der Vorsitzende Klaus-Dieter Zumhasch kürzlich die Jahreshauptversammlung der Gemeinschaft für Fischerei und Naturschutz Lügde im „Westfälischen Hof“ in Lügde eröffnete, und lange dauerte auch die Sitzung an. Doch obwohl die Tagesordnung zahlreiche Mitteilungen, Informationen und sicherlich auch Diskussionswürdiges enthielt, schnappten die mehr als 40 anwesenden Mitglieder nicht zu. Eher ließen sie wie ein gewiefter Hecht die Köder an sich vorüberziehen. Und so wurden an sich brisante Themen wie die fischereirechtliche Nutzung und Bewirtschaftung der Umflut am Schiederstausee oder das geplante Pumpspeicherkraftwerk nicht besonders diskutiert, sondern deren noch langwierige Entscheidungsprozesse als Information aufgenommen.

veröffentlicht am 09.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Unter der Regie des Vorsitzenden waren mögliche Konfliktpunkte bereits im Vorfeld durch akribische Bearbeitung und viele Kontakte zur Unteren Fischereibehörde sowie anderen Institutionen entschärft worden, sodass er den Mitgliedern ein ruhiges Jahr 2014 bilanzieren konnte. Mit einer ansprechenden Website hat sich die GFN Lügde im Internet positioniert, eine neue Vereinssoftware wurde angeschafft und die Hypothekenbelastung für das Vereinsheim mit positiver Wirkung der gegenwärtigen Zinslage angepasst. Das Vereinsheim wird in Zukunft auch als Unterstellmöglichkeit für den Bürgerbus zur Verfügung gestellt.

Aus Mitteln der Fischereiabgabe des Landes konnte eine Bezuschussung von Fischbesatz für die Emmer bewirkt werden, und an der Großkundgebung gegen die Änderung des Jagdgesetzes in NRW nahmen die Angler vorsorglich teil, da sie im Schlepptau der Jagdgesetzänderung auch eine negative Auswirkung auf die Fischereigesetzgebung befürchten. Nach der erfolgreichen Teilnahme am Weihnachtsmarkt setzte man auch gleich die Beteiligung für 2015 auf die Tagesordnung. Viele Routineaufgaben stehen den Mitgliedern ins Haus. Nach dem schon erfolgten Anangeln wird nun im April der neue Fischbesatz ausgesetzt, diesmal zusammengesetzt aus 25000 Laichfischen aus der Wörmke und 35000 Bachforellenbrütlingen sowie einer großen Anzahl von Glasaalen, und auch die üblichen Pflegemaßnahmen am See in Grohnde und an der Emmer müssen erledigt werden.

Ein echtes Highlight konnte Klaus-Dieter Zumhasch mit der Übernahme des Schiederstausees als zusätzliches Vereinsgewässer mitteilen, und hieraus entsprang doch schließlich noch eine Diskussion. Allerdings wurde dem Vorhaben ohne Probleme zugestimmt, da sich für den Verein daraus keine anderen Verpflichtungen ergeben, als eine Anzahl Fischereiaufseher zu stellen. Im Gegenzug gewinnen die Lügder ein Gewässer, das sie zum Angeln sogar per Ruder- oder Elektrobooten befahren dürfen und das für die Ausbildung von Junganglern und für den bequemen Zugang auch von Behinderten geeignet ist.

Spontan erklärten sich 14 Interessenten bereit, die notwendige Schulung als Fischereiaufseher zu absolvieren. Besonders geehrt wurde der 92-jährige Hans Stumpe, dem als Gründungsmitglied des Vereins die Ehrenmitgliedschaft verliehen wurde. ar



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