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Kurzarbeit gegen die Krise beim Kupferlackdrahthersteller / Betriebsversammlung Ende Mai

„S & H wird dieses Jahr gut überstehen“

Lügde (rom). Die Krise hinterlässt ihre Spuren auch bei Schwering & Hasse. Nach Gewerkschaftsangaben müssen derzeit alle 200 Mitarbeiter des Lügder Kupferlackdrahtherstellers kurzarbeiten – wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß.

veröffentlicht am 19.05.2009 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 03:21 Uhr

Ein Gabelstapler belädt einen Lastwagen auf dem Schwering & Hass
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Grund dafür sei die nach wie vor sehr schwache Auftragslage, wie S & H-Geschäftsführer Ernst-Michael Hasse gegenüber den Pyrmonter Nachrichten sagte.

Auch Reinhard Seiler als Erster Bevollmächtigter der Industriegewerkschaft Metall spricht von einer „nicht guten Auslastung“ im Unternehmen. „Die Auftragslage ist nicht prickelnd.“

An den Kurzarbeitstagen verdienen die S & H-Mitarbeiter aktuell 60 bis 67 Prozent ihres eigentlichen Lohns. Sie werden also bezahlt wie Arbeitslose. Härter allerdings trifft die Mitarbeiter, dass sie aufgrund der Kurzarbeit keine Zuschüsse etwa für Schichten am Wochenende mehr erhalten. „Das entspricht einer finanziellen Belastung von mehreren 100 Euro im Monat“, rechnet Reinhard Seiler vor.

Die Mitarbeiter des Lügder Traditionsunternehmens sind dementsprechend verunsichert. Dabei machen ihnen nicht nur die Lohneinbußen zu schaffen. Vielmehr kann die Kurzarbeit auch die Vorstufe zu betriebsbedingten Entlassungen sein. „Doch das wollen wir verhindern“, macht der Gewerkschafter unmissverständlich deutlich.

Und ein Mittel dazu ist eben die Kurzarbeit, die die Lohnausgaben des Unternehmens senkt. Entlassungen, das betont Reinhard Seiler, seien bei Schwering & Hasse überhaupt kein Thema. Zumal das Unternehmen in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet habe.

S&H-Geschäftsführung sowie Gewerkschaft haben sich in Gesprächen nun auf eine Betriebsversammlung Ende Mai geeinigt. „Dabei sollen die Mitarbeiter über die Situation aufgeklärt werden“, sagt Reinhard Seiler weiter.

Hiobsbotschaften indes werden wohl weder Gewerkschaft noch Geschäftsführung bei der Betriebsversammlung verkünden müssen. „Beide Seiten gehen davon aus, dass wir die Krise mit Kurzarbeit bewältigen können“, sagt Reinhard Seiler. Und beide Seiten hegten die Hoffnung, „dass die Konjunktur in der zweiten Jahreshälfte wieder anzieht“.

Ernst-Michael Hasse sagt zwar, dass S & H keine Verbesserung der Auftragslage im Jahresverlauf erwarte. Allerdings betont Gewerkschafter Reinhard Seiler, dass Schwering & Hasse für Lügde und Umgebung ein wichtiger Arbeitgeber sei. Und fügt zuversichtlich hinzu: „S&H wird dieses Jahr gut überstehen.“

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