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Uwe Stumpe will zum 100-jährigen Jubiläum der Osterdechen die Führung definitiv abgeben

Rücktritt mit Ansage

LÜGDE. Das Jahr 2022 wird für den Osterdechenverein Lügde in zweifacher Hinsicht ein besonderes sein, denn erstens feiert der Verein dann sein 100-jähriges Bestehen, zweitens will der langjährige Oberdeche Uwe Stumpe sein Amt definitiv abgeben.

veröffentlicht am 07.04.2019 um 12:06 Uhr

Oberdeche Uwe Stumpe scheint ein wenig skeptisch zu sein, was seine Nachfolge an der Spitze der Lügder Osterdechen angeht. Foto: BR
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Autor

Burkhard Reimer Reporter
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Sein Ausscheiden aus dem Vorstand kündigt Stumpe zwar schon einige Jahre an, doch dieses Mal hörte sich seine Ankündigung definitiv an. In einer ebenso ausführlichen wie flammenden Begrüßungsansprache erinnerte er die rund 100 Dechen des gut 600 Mitglieder zählenden Vereins, die im „Westfälischen Hof“ versammelt waren, unter anderem noch einmal daran, dass der Osterdechenverein Lügde im vergangenen Jahr in die Liste „Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission“ aufgenommen worden ist. Vor allem aber forderte er die jüngeren Vereinsmitglieder auf, sich verstärkt mit dem Gedanken an die Übernahme eins Vorstandsamtes zu befassen. Für ihn selbst sei dieses die 21. Dechenversammlung, die er als Vorsitzender leite. Das sei eine lange Zeit, und nicht zuletzt ein Unfall im Juni des Vorjahrs habe ihn veranlasst, nunmehr ernsthaft über einen alsbaldigen Rücktritt nachzudenken.

„Einige Vorstandsmitglieder haben sogar bereits die Sieben vor ihrer Altersangabe“, wies Uwe Stumpe die Versammelten darauf hin, dass es Zeit für einen Generationenwechsel sei. „Jetzt müssen die Jungen nach vorn“, forderte er unmissverständlich und fügte hinzu: „So kann es nicht weitergehen, ich weiß, was es bedeutet, wenn jemand aus dem Vorstand ausfällt.“

Ebenso wisse er aber auch, dass ein Vorstandsamt in einem Verein dieser Größenordnung nicht so ohne Weiteres übernommen werden könne. Vielmehr müssten potenzielle Kandidaten auf ein Vorstandsamt langfristig auf ihre künftige Aufgabe vorbereitet werden. Erste Versuche, Nachfolger für den Vorstand zu finden, seien zwar gemacht worden, aber leider gescheitert. Andererseits zeige die Tatsache, dass eine junge Frau aus dem Verein sich bereit erklärt habe, immerhin schon einmal die Aufgaben einer Kassenprüferin zu übernehmen: „Es geht doch!“

Eine wichtige Aufgabe für den Verein hat bereits Michaela Vennemann übernommen. Vennemann, der bei den Lügder Dechen wahrlich kein Neuling ist, sondern früher bereits 15 Jahre lang im Vorstand mitgearbeitet hat, will erneut aktiv in die Vereinsarbeit einsteigen und stellt sich als Mitorganisator des Jubiläumsfestes zur Verfügung.

Doch zunächst ging es noch um den bevorstehenden Osterräderlauf, der, wie Uwe Stumpe betonte, „in Lügde seit Jahrhunderten stattfindet und, wenn auch unter größten Schwierigkeiten, sogar in Kriegszeiten durchgeführt worden ist“.

Der Oberdeche kündigte an, dass die Mitglieder, die Wachen an der Eingangssperren in Lügde übernehmen, in diesem Jahr noch einmal zusätzlich hinsichtlich ihrer Rechte und Pflichten unterwiesen würden. Denn, so Stumpe, „es ist meine größte Sorge, dass irgendetwas passiert, das dann zusätzlich auf den bereits vorhandenen Scherbenhaufen geworfen wird“.

Nicht zuletzt hatte der Oberdeche aber auch guten Grund, sich bei seinen Vereinsmitgliedern für deren vielfältige und ehrenamtlich geleistete Arbeit zu bedanken. Uwe Stumpe tat das mehrfach und wurde darin jeweils durch donnernden Dechenapplaus bestätigt.



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