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Verein erprobt nächstes Jahr neues, höher wachsendes Getreide

Roggen aus Bayern für die Dechen

Lügde (ubo). Es staubt und ist laut, wenn die Männer vom Dechenverein Lügde ihre alte Dreschmaschine anwerfen. In diesen Tagen werden die gedroschenen Roggenstrohbunde für den nächsten Osterräderlauf eingelagert.

veröffentlicht am 09.09.2009 um 19:30 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

Carlo Zünkler prüft das Korn.
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Wie in den alten Zeiten wird der Roggen mit einer alten Maschine gedroschen. Auf dem Wagen gibt Sven Biesemeier die Bunde an, die Michael Windemuth und Reinhard Schlüter in die obere Öffnung der Dreschmaschine stopfen. Das Korn wird in Säcke abgefüllt. „Der jeweilige Landwirt, der den Roggen angebaut hat, erhält das Korn Roggen zurück“, erklärt Oberdeche Uwe Stumpe. In der Qualität kann der Roggen an Bäckereien geliefert werden, ergänzt Landwirt Carlo Zünkler. Das Stroh wird mit einer an der Dreschmaschine angeschlossene Presse gebunden. „Zum Glück hat unsere Dreschmaschine bereits einen Elektromotor und die angebaute Presse“, sagt Uwe Stumpe. „Damit entfallen die sehr umständlichen Arbeiten.“

Früher mussten der Trecker mit der antreibenden Riemenscheibe, die Dreschmaschine und die Presse exakt ausgerichtet und verstrebt werden, sonst sprangen die Riemenscheiben immer wieder ab.

Auf rund einem Morgen hatte Bernd Ohms in diesem Jahr den Roggen angebaut. „Das Problem ist, dass die Halme mit rund 1,4 Metern recht kurz sind. Das ist die unterste Grenze, wie wir sie für die Osterräder verwenden können“, erklärt Stumpe und äußert die Hoffnung, dass der Roggen 2010 längere Halme haben wird. Seit rund neun Jahren ist der Oberdeche auf der Suche nach alten und längeren Roggensorten. Über die Landwirtschaftliche Versuchsanstalt Detmold erhielt er die Information über den Bezug von alten Roggensorten aus Bayern. Der soll rund zwei Meter hoch wachsen und nächstes Jahr angebaut werden. „Mit dem Dreschen sind die letzten Vorbereitungen abgeschlossen. Auch die Arbeiten am Osterberg konnten unter der Leitung von Martin Blome abgeschlossen werden“, sagt Uwe Stumpe.

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