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Zuschuss von Bund und Land macht Startschuss für den Emmerauenpark möglich

Reker sieht jetzt „neue Zukunft“ anbrechen

Lügde. Erleichterung im Rathaus: Viele Monate lang hat die Stadtverwaltung auf die Zusage der Bezirksregierung für den Zuschuss zum Bau des Emmerauenparks gewartet. Und jetzt ist das Schriftstück endlich da. Kein Wunder also, dass die Stimmung bestens war, als Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl gestern Vormittag mit Zuwendungsbescheid Nummer 03/18/10 in der Tasche den Ratssaal betrat. „Wir freuen uns rundum“, sagte Bauamtsleiter Günter Loges und avisierte, sofern das Wetter mitspielt, eine Bauzeit von Februar bis Juni 2011 – „damit wir noch im Sommer was vom Park haben“. Zudem stellte er der Besucherin aus Detmold gleich noch den Park-Plan samt „revolutionärem, sensationellem“ Emmerstrand als Erholungsraum für die Bewohner der eng bebauten Innenstadt vor. „Wenn wir früher am Rheinufer in Düsseldorf saßen, dachten wir: ,So müsste das eigentlich auch bei uns aussehen’“, nannte Loges scherzend eine Inspirationsquelle. Und gestand strahlend ein: „Wenn man so viele Stunden mit dem Projekt verbracht hat und jetzt sieht, dass man nicht für die Schublade geplant hat, fühlt man sich heute richtig glücklich.“

veröffentlicht am 12.11.2010 um 22:38 Uhr
aktualisiert am 29.05.2017 um 17:26 Uhr

Hier soll der terrassierte Emmerstrand entstehen.
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Auch für den Bürgermeister markiert die Geldzusage die Chance zum „Aufbruch in eine neue Zukunft“. Er nannte denn auch Optimismus das Gebot der Stunde. Immerhin sind der Stadt nun die beantragten 892 000 Euro von Bund und Land zum Bau des knapp 1,5 Millionen Euro teuren Emmerauenparks sicher – egal wie es um die Zukunft der Städtebauförderung im Allgemeinen steht. Den Rest der Summe, 594 000 Euro, muss Lügde aufbringen. „Wir sind gute Lipper und nehmen selbst Geld in die Hand“, sagte Heinz Reker. Die öffentliche Ausschreibung für den Park geht übrigens heute ’raus.

Wenn der Verwaltungschef allerdings über den derzeitigen Zustand der Altstadt spricht, dann greift er eher auf Vokabeln aus der Medizin zurück. Den Bau der Ortsumgehung nennt Reker eine „schwere, aber lebensnotwendige Operation“. Denn nicht zuletzt aufgrund der verkehrsbedingt gesunkenen Lebensqualität stehen inzwischen neun von 25 Baudenkmalen in der Mittleren Straße leer.

Durch den „Bypass“, wie Reker den Tunnel nennt, habe die Altstadt die vielleicht letzte Chance erhalten, neues Leben eingehaucht zu bekommen. Die ab 2011 geplante Neugestaltung der Mittleren Straße in zwei Abschnitten sei die „notwendige Reha-Maßnahme“, die folgen müsse. „Aber der Patient Lügde muss dabei auch selbst mitwirken.“

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Immerhin: Laut Günter Loges hat man für den Umbau Visionen entwickelt, wie die Situation in der jetzt „grauen, dem fahrenden Verkehr Vorrang gebenden Straße“ auch für den Einzelhandel verbessert werden könnte.

Mitfühlende Worte fand Marianne Thomann-Stahl im Rückblick auf die letzten Jahre für den Patienten Lügde: „Immer wenn ich hierher kam und es stand wieder ein Haus mehr leer, hat mir das leidgetan“, erinnerte sich die Regierungspräsidentin an ihre Besuche in der jüngeren Vergangenheit. Mit Blick auf den weiten Weg hin zur Ortsumgehung meinte sie: „Leider dauert so etwas furchtbar lange.“

Ihr Versprechen von gestern dürften die Zuhörer sich allerdings merken: „Sie können sich auf die Bezirksregierung verlassen“, betonte Thomann-Stahl. „Wir helfen Ihnen, wo es geht.“ Das hofft man im Lügder Rathaus schon jetzt für den nächsten Schritt: Für 2011 hat Günter Loges zur Neugestaltung der Mittleren Straße 660 000 Euro beantragt. „Wenn Sie dann im nächsten Herbst mit dem Zuwendungsbescheid hier erscheinen, sind wir auch zufrieden“, gab er der Regierungspräsidentin mit auf den Weg.

Was den Erfolg der anstehenden Neugestaltung betrifft, so zeigt sich Loges zuversichtlich: „Man wird Lügde, im positiven Sonne, hoffentlich nicht wiedererkennen.“

Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl lässt sich von Bauamtsleiter Günter Loges und Bürgermeister Heinz Reker den Plan für den Emmerauenpark erklären. Als Bauzeit peilt Loges Februar bis Juni 2011 an – „damit wir noch im Sommer was vom Park haben“.

Fotos: jl



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