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Was der Seniorenbeirat anschieben will

Reichlich Ideen auf dem Zettel

Lügde (jl). Als Hubert Thiele vor rund 100 Tagen an die Spitze des neu installierten Lügder Seniorenbeirats gewählt wurde, war dem 70-Jährigen noch nicht so recht klar, wo das Gremium wohl ansetzen könnte – zumal damals auch noch so mancher Lügder fand: „Sowas brauchen wir nicht.“

veröffentlicht am 16.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:21 Uhr

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Doch inzwischen hat der Beirat eine ganze Menge Anliegen auf dem Zettel, denn Thiele und seine gleichfalls ehrenamtlichen Mitstreiter werden immer wieder angesprochen. Zudem kann der Vorsitzende eigene Erfahrungen beisteuern: „Als ich Peter Tornack zu einem unserer Treffen im Kloster abgeholt habe, musste ich feststellen, dass die Schrägen an den Kreisel-Überwegen ganz schön steil sind“, sagt er. „Schieben ging nicht, ich musste den Rollstuhl ziehen.“

Das hat Thiele gleich an Bauamtsleiter Günter Loges im Rathaus weitergereicht – in der Hoffnung, dass die Stadt, rechtzeitig vor dem im April geplanten Baustart, für die Mittlere Straße andere Lösungen findet. Und Loges verspricht: „Wir werden die Steine flacher pflastern lassen.“

Aus einer ebenen Rollator-Piste durch die ansonsten holprige Stadt dürfte laut Bauamtschef allerdings frühstens 2013 etwas werden. Der erstmals 2010 im Bauausschuss laut gewordenen Forderung schließt sich jetzt auch der Seniorenbeirat an. „Ich war wirklich überrascht, wie das rumpelt, wenn man einen Rollstuhl durch die Stadt schiebt“, sagt Thiele.

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Was er sich, nicht nur für ältere Semester, ebenfalls wünscht, wäre eine öffentliche, möglichst auch gleich behindertengerechte Toilette in der Stadt. „Die möchten wir beantragen“, sagt er und regt an, das Erdgeschoss-Klosett im Rathaus an dessen Rückseite von außen zugänglich zu machen. „Aber vielleicht sehen die Bau-Leute das ja auch ganz anders.“

Zwei, drei Trimmgeräte nach dem Vorbild des Pyrmonter Bewegungsparks könnte sich Thiele auch im Emmerauenpark vorstellen – ebenso einen Computerkurs von Jungen für Ältere.

Als weiteres Thema macht er die Route des Bürgerbusses aus. So hatten einige Anwohnerinnen gefragt, ob der Bus nicht auch den Schrothweg hinauffahren könnte. „Aber das müsste erst der Landkreis genehmigen“, weiß Thiele. Einfacher zu erfüllen sein dürfte der Wunsch nach einer Bank an einer der Haltestellen in der Kreuzstraße.

Fast fertig haben Thiele & Co. indes eine Liste, die unter anderem die Ärzte und Apotheken in der Emmerstadt aufführt. „Die könnten wir einem Begrüßungspaket für Neubürger beilegen“, glaubt er.

Ebenfalls überlege der Beirat, eine monatliche Sprechstunde für Senioren zu installieren. Und nach einem guten Vierteljahr an der Spitze der Senioren-Lobby weiß Hubert Thiele: „Die Arbeit ist nötig.“

Offenbar nach geltender Norm gebaut, aber insbesondere für Rollstühle mit kleinen Reifen eine heikle Piste: die Überwege am Lügder Mittelkreisel.

Fotos: jl



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