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ZDF filmt Kirche für Doku / Heute Führung, morgen Vortag

Reflektor taucht Kilian fürs TV in goldenes Licht

Lügde (jl). Die Kilianskirche wird zum Fernsehstar – und das zur besten Sendezeit. Gestern filmte ein TV-Team das Lügder Bauwerk für die zweite Staffel der ehrgeizigen ZDF-Reihe „Die Deutschen“.

veröffentlicht am 09.10.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:21 Uhr

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„Wir sind froh, dass wir eine rein romanische Kirche gefunden haben, die nicht zugebaut ist“, sagte Regisseur Carsten Gutschmidt, dessen Kameramann Jörg Adams das geschichtsträchtige Gotteshaus aus mehreren Blickwinkeln filmte. Das funktionierte zum Glück ziemlich reibungslos, denn die Nachmittagssonne beschien das Gemäuer geradezu vorbildlich. „Das sieht ein bisschen aus wie in Italien“, meinte Gutschmidt denn auch, als er zum Blick auf seinen Monitor wieder einmal unterm schwarzen Moltontuch verschwand – nur so gelang der blendfreie Kontrollblick aufs Bild.

Auf der Schattenseite der Kirche fingen die Filmleute die Strahlen dann flugs per Reflektor ein. So tauchten sie Namenspatron St. Kilian in ein beinahe goldenes Licht.

Auf der Westseite wurde der Kameramann dann ein ums andere Mal auf dem Dolly-Wagen über ein paar Meter Schienenstrecke hin und hergeschoben, um wackelfreie Schwenks zu garantieren.

Als es draußen zu finster wurde, ging’s im Kircheninnern weiter. Denn schließlich musste auch Karl der Große, der hier vor 1225 Jahren Weihnachten feierte, ins Bild. Um ihn und die Christianisierung des Sachsenlandes geht es nämlich in der ersten von zehn Doku-Folgen, die wohl im kommenden Jahr laufen soll. Die erste Staffel der Reihe war im Herbst 2008 zu sehen gewesen.

Vier Stunden akribische Arbeit

Besonders gespannt, ob später zum Beispiel auch die Kamerafahrt vom Turmeingang auf die Apsis zu sehen sein wird, ist Dieter Stumpe. Denn er betreute die Fernsehleute bei ihrer akribischen Arbeit vor Ort. Das hieß für ihn zunächst aber erst einmal: warten. Denn das vierköpfige Team rückte mit fast anderthalbstündiger Verspätung an, weil die Dreharbeiten für eine andere Folge der TV-Reihe in Braunschweig länger gedauert hatten als geplant. In Lügde packten die Filmer dann nach vier Stunden ihre Sachen zusammen und machten sich auf nach Enger. Dort drehen sie heute in der Kirche, wo Sachsenherzog Widukind begraben sein soll.

Wer mehr über Karl den Großen in Lügde erfahren will, muss übrigens nicht auf die ZDF-Doku warten: Heute schon wandelt Heimathistoriker Manfred Willeke zum Auftakt des gemeinsamen Städtejubiläums von Lügde und Bad Pyrmont unter dem Motto „Geschichte erleben – grenzenlos feiern“ auf den Spuren des frühen Monarchen durch Lügde. Seine von der VHS Lippe-Ost angebotene Stadtführung beginnt um 15 Uhr auf dem Marktplatz.

Morgen um 16 Uhr findet dann in der Kilianskirche ein ökumenischer Gottesdienst statt. Im Anschluss informiert Dieter Stumpe über die Baugeschichte und die Bedeutung der Kirche. Ansonsten ist das Gotteshaus noch bis Ende Oktober täglich von etwa 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Regisseur Carsten Gutschmidt geht in die Hocke und prüft auf seinem Monitor hinterm Moltontuch die Einstellung, die Kameramann Jörg Adams gerade von Kirchen-Namenspatron Kilian filmt. Auch Dieter Stumpe wirft einen Blick auf das Bild. Foto: jl

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