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Ordnungsamtschef setzt auf Vernunft der Bewohner

Raketen sind in der Altstadt auch zu Silvester tabu

Lügde (red/jl). 115 Millionen Euro weist der Verband der pyrotechnischen Industrie in seiner aktuellen Statistik als Silvester-Umsatz für 2012 aus. Das ist fast so viel wie zur Jahrtausendwende mit 118 Millionen Euro Umsatz. Weil der Einzelhandel immer opulentere Böller bietet, greifen die Kunden auch zu.

veröffentlicht am 29.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:21 Uhr

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Zumindest mit den zu Hause feiernden Bewohnern der Lügder Altstadt dürfte allerdings niemand einen großen Reibach machen. Denn: „Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Altersheimen und Fachwerkhäusern ist verboten“, zitiert Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne aus dem seit 2009 – natürlich auch in der Emmerstadt – geltenden Sprengstoffgesetz. Und er betont noch einmal besonders: „Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in der historischen Altstadt von Lügde ist tabu.“ Denn sie bestehe hauptsächlich aus Fachwerkhäusern. Diese meist denkmalgeschützten Gebäude grenzten in der Regel direkt ans nächste Fachwerkhaus, was die Gefahr noch verstärke. Deshalb gilt per Gesetz eine Böller-Grenze von etwa 100 Metern zum nächsten potenziell gefährdeten Bauwerk.

Besonders bange ist Köhne allerdings nicht, wenn er an Silvester denkt. „Ein paar Unbelehrbare gibt es zwar immer“, hat er bisher feststellen müssen. Er konnte aber auch beobachten: „Die Leute haben in der Regel außerhalb der Altstadt geböllert. Raketen oder Chinaböller sind uns nicht aufgefallen.“

Das schreibt der Ordnungsamtschef allerdings auch dem Umstand zu, „dass wir hier jetzt weniger Gaststätten haben als früher“. Und die Verbliebenen scheinen ihre Gäste zu disziplinieren. Von der Wirtin der „Hinteren 88“ weiß Köhne zum Beispiel, dass sie ihre Gäste zum Knallen aus der Altstadt schickt.

Weil das Ordnungsamt im vergangenen Jahr keine Bußgelder zu verhängen brauchten, gibt sich Köhne für Silvester 2012 optimistisch. „Das müsste eigentlich gut gehen“, meint er. Sicherheitshalber werden aber einige seiner Mitarbeiter im Einsatz sein, um das Zünden von Raketen & Co. an der falschen Stelle zu ahnden.



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