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Bauarbeiten haben begonnen / Die K 66 zwischen Ratsiek und Elbrinxen wird ab Ende September voll gesperrt

Radweg-Ausbau – „Gefahrenbereich wird entschärft“

Elbrinxen/Sabbenhausen (jhe). Kurvig und hügelig ist die Strecke, die Autos rasen vorbei. Trotzdem sind am Rand der gefährlich schmalen Straße zwischen Elbrinxen und Sabbenhausen immer wieder Fußgänger oder Radfahrer unterwegs. Doch damit soll bald Schluss sein. Denn voraussichtlich Ende November wird der Radweg zwischen den beiden Orten lückenlos geschlossen sein, nachdem ein Anlieger den letzten Bauabschnitt jahrelang blockiert hatte.

veröffentlicht am 06.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:41 Uhr

Vor Ratsiek lädt ein Lkw-Fahrer den Schotter für den Untergrund
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„Mir bedeutet dieser Radweg sehr viel, da ein nicht unerheblicher Gefahrenbereich entschärft wird“, sagt Elbrinxens Ortsbürgermeister Hermann Wenneker. Der Ausbau des Radweges sei „nur zu befürworten“. Auch sein Kollege aus Sabbenhausen, Karl-Heinz Klus, ist froh, „dass der Radweg nun endlich gemacht wird, nachdem wir drei Jahre dafür gekämpft haben“. Auch die Sabbenhausener seien begeistert.

Im Ausbau des Radweges sieht Klus „einen unheimlichen Vorteil für die Vernetzung der beiden Orte“. Denn vor allem viele Ältere, die nicht mehr mit dem Auto führen, seien häufig zu Fuß nach Elbrinxen gegangen. Um nicht den Umweg über die Feldwege nehmen zu müssen, seien viele den gefährlichen Abschnitt entlang der Straße gelaufen.

Seit einer Woche sind die Arbeiter der Baufirma Nolte aus Beverungen schon dabei, die fehlenden 780 Meter Radweg anzulegen. Die Arbeiten zwischen dem Ortsausgang von Elbrinxen und Ratsiek bewegen sich aufeinander zu. An beiden Abschnitten tragen die Bauarbeiter zunächst den Mutterboden ab und verlegen eine ebene Schotterschicht. Vor Ratsiek legen sie zusätzlich einen Kanal für Regenwasser an. Laut Hermann Wenneker wird gleichzeitig ein Rohr für einen zukünftigen Breitbandanschluss für Elbrinxen verlegt. Wann der Ort vernetzt werden könne, sei allerdings noch ungewiss.

Der schwierigste Teil der Bauarbeiten steht dann Anfang Oktober an. Uwe Friedrichsmeier, Bauleiter beim Straßen-Eigenbetrieb des Kreises Lippe, erklärt, dass in der Mitte der Radwegstrecke eine Brücke gebaut werden müsse. Denn die Kreisstraße 66 liegt an einer Stelle auf einem Damm. Daneben geht es etwa zehn Meter tief einen Abhang hinunter. „Dort kann man den Radweg nicht einfach dranbauen – dazu wären wahnsinnige Erdbewegungen nötig“, erklärt der Bauleiter. Deshalb habe sich der Kreis Lippe für eine „Steglösung“ entschieden, die neben der Straße verlaufen solle.

Für den Steg müssen Stahlpfähle in den Untergrund gerammt und Betonplatten daraufgelegt werden. „Diese Arbeiten sind recht aufwendig“, sagt Friedrichsmeier – zumal die etwa neun Meter langen Betonplatten mit einem Kran auf die Stahlstützen gelegt werden müssten. Während dieses Bauabschnitts wird die Straße laut Friedrichsmeier ab dem 28. September für etwa fünf Wochen voll gesperrt.

In dieser Zeit wird der Autoverkehr über Wörderfeld und Rischenau umgeleitet. Die Bus-Strecke verläuft derweil voraussichtlich über Wirtschaftswege, „um deren Ringsystem nicht zu unterbrechen“, sagt der Bauleiter. Und Karl-Heinz Klus findet: „Die Vollsperrung müssen wir in Kauf nehmen. Hauptsache der Radweg wird endlich fertig.“

Billig wird der Ausbau nicht: Insgesamt kostet er 385 000 Euro. „Damit liegen wir aber gut im Kostenrahmen“, sagt Friedrichsmeier, der mit einem Preis von 388 000 Euro gerechnet hatte. Das Land Nordrhein Westfalen bezuschusst den Bau mit rund 300 000 Euro aus dem Radwege-Förderprogramm.

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