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Stadt hat gerade ein Stück Gehsteig bauen lassen / Rücksichtslose Autofahrer am Zebrastreifen

Problemstellen erschweren sicheren Schulweg

Lügde (jl). Die Schulwegsicherheit ist ein Dauerthema. Denn niemand sieht gern Kinder in Gefahr. Zwar geht es in der Emmerstadt – mit Ausnahme des Durchgangsverkehrs in der Mittleren Straße – deutlich ruhiger zu als in größeren Städten. Aber insbesondere für die Jüngsten, die zu Fuß zur Grundschule unterwegs sind, birgt der Weg dorthin doch Risiken an unübersichtlichen Stellen.

veröffentlicht am 15.12.2009 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:21 Uhr

Laut Kerstin Schröder „eine Katastrophe“: der vom Sc
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Untätig ist die Stadt nicht: Seit in der Kilianstraße die breiten Schwellen fast über die komplette Fahrbahn reichen, verlangsamen die Autofahrer in der 20er-Zone ihr Tempo doch deutlich – und sei’s um ihrer Stoßdämpfer willen. Manchen Eltern genügen die Schwellen jedoch noch nicht. „Dort sollte vielleicht noch ein Zebrastreifen hin“, findet Ordnungsamtsleiter Karl-Heinz Köhne, der sich erst neulich mit den zuständigen Politikern an Ort und Stelle umgesehen hat.

Gerade fertiggeworden ist ein kurzes neues Stück Bürgersteig am „Kuckuck“-Tun-nel. Der 40 Meter lange Gehweg ein Stück vor der kleinen Unterführung soll verhindern, dass die Kinder morgens, aus der Versenkung auftauchend, direkt auf die Straße laufen. Denn in der Verlängerung der Kilianstraße halten sich längst nicht alle Autofahrer ans geltende Tempolimit – was Messungen der Stadt eindrücklich bewiesen haben. „Auch Mütter, die ihre Kinder zur Schule bringen oder dort abholen, haben es manchmal ziemlich eilig“, sagt Ordnungsamtschef Köhne, nicht ohne eine Spur bitterer Ironie in der Stimme.

Wenn die Kinder und andere Fußgänger nun bis zum Ende des neuen Weges gehen, können die dort die Straße wechseln und die andere Gehsteig-Seite nutzen.

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Sicherheits-Plus: der neue Gehweg vorm „Kuckuck“-Tunnel.

Die Baumaßnahme kostet die Stadt voraussichtlich etwa 15 000 Euro und soll dieser Tage komplett fertigwerden. Fehlt nur noch ein bisschen Asphalt neben der Fräskante.

Unzufrieden sind viele Eltern nach wie vor mit dem Überweg auf der Kreuzstraße. „Das ist eine Katastrophe, da fährt kaum jemand 30“, klagt die Grundschul-Pflegschaftsvorsitzende Kerstin Schröder. Sie hat schon mehrere Horrorgeschichten von Beinaheunfällen gehört und weiß: „Die Omas gehen morgens mit bis zum Zebrastreifen und kehren erst um, wenn ihre Enkel heil auf der anderen Seite angekommen sind.“

„Nicht ganz glücklich“ findet auch Ortsbürgermeisterin Birgit Platte die Überweg-Platzierung. Aber sie kennt das Argument, das auch Kontaktbeamter Reinhold Hartmann anbringt: „Jeder andere Standort wäre noch ungünstiger gewesen.“ Der Polizist überwacht die Stelle regelmäßig. Aber rund um die Uhr kann auch er nicht dort stehen. Und der weiß: „Es wird immer Autofahrer geben, die sich nicht an die Verkehrsregeln halten.“ Zumal die meisten, die aus dem Bahntunnel kämen, ganz genau wüssten, wo der Überweg ist.

Die breiten Schwellen haben das Überqueren der Kilianstraße hinterm Bahnhof schon sicherer gemacht. Aber eventuell soll hier noch ein Zebrastreifen hin.Fotos: jl



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