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Wie „canto allegro“ es wieder zum Meisterchor gebracht hat

Proben, singen, siegen

Lügde. Intensive Proben gingen dem großen Ereignis in der Siegerlandhalle von Siegen voraus. Und nun steht wieder fest: Der Lügder Chor „canto allegro“ ist Meisterchor. Zu dem freiwilligen Wertungssingen, das in drei Leistungsstufen stattfindet, dem Leistungs-, Konzert- und Meisterniveau, hatte der Chorverband Nordrhein-Westfalen geladen, und 47 Chöre kamen.

veröffentlicht am 11.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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Das Lügder Vokalensemble „canto allegro“ trat mit 14 Sängerinnen und Sängern an, fest im Griff und gut bei Stimme eingestellt durch Chorleiterin Sandra Lücke aus Extertal. Sie hat, so sagen die Mitglieder, dem Chor die Freude am Singen zurückgegeben. Und so war der Ehrgeiz geweckt, wieder, wie bereits 2005, zu Meisterchor-Ehren zu gelangen. Das Repertoire des Chors, das Madrigale, Volksliederbearbeitungen, Folklore und Pop-Songs enthält, nutzte allerdings in Siegen wenig. Vor den fünf strengen Wertungsrichtern mussten alle Chöre ein genau definiertes Programm absolvieren. Schon im Vorfeld mussten für vier Kategorien Liedvorschläge eingereicht werden, die kritisch auf ihren Leistungsstandard geprüft und dann zugelassen wurden. Der „canto allegro“ hatte als Wahlchorwerk „Der Kölner Markt“ mit der Musik von Nikolaus Zangius gewählt, in der Kategorie „Volkslied – einfach, strophisch“ das Lied mit dem Text von Johann Gottfried Herder „Wenn ich ein Vöglein wär“. Dann folgte als „Volkslied – durchkomponiert, strophisch variiert“, das komplizierte „Horch, was kommt von draußen rein“ und schließlich als Wahlpflichtchorwerk „Der Abend“, Musik Karl-Josef Müller, Text Clemens von Brentano. Eine hoch komplizierte Aufgabe für den Chor, denn Patzer sind tabu. Niemand darf sich im Ton versingen oder seinen Einsatz verpassen, und auch auf Ausdruck, Empathie und Haltung wird geachtet.

„Klar war das Lampenfieber größer als bei normalen Auftritten,“ sagt der Vorsitzende Markus Tappe, „vor allem, weil ja auch alles so professionell abläuft und bis ins Detail reglementiert und durchorganisiert ist.“ Umso größer die Freude, als bereits kurze Zeit nach dem Auftritt feststand: „canto allegro“ hat es wieder geschafft, und das mit einer hervorragenden Bewertung. Großer Jubel bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, doch Markus Tappe und Schriftführerin Mareike Möhlenbrock blicken schon voraus. In der gegenwärtigen Findungsphase sollen die weiteren Ziele abgesteckt werden. Geplant ist für 2014 ein kreatives Sommerkonzert in einer ganz besonderen Location, auch einmal andere Literatur wie Pop könnte gesungen oder ein Motto-Konzert gegeben werden.

Über ambitionierte neue Sängerinnen und Sänger würde sich der Chor natürlich freuen. Trotz des hohen Anspruchs braucht sich niemand vor dem Mitsingen zu scheuen, denn es gibt kein Probesingen oder eine Aufnahmeprüfung. Vor allem Männer könnte der „canto allegro“ noch gebrauchen. Geprobt wird jeden Montagabend im Lügder Klostersaal. ar

So sehen Sieger aus: „canto allegro“hat beim landesweiten Wertungssingen in Siegen als Meisterchor abgeschnitten. ar

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