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Lagebericht der Volkshochschule lässt auf Besserung hoffen

Politiker läuten Wende ein: Vorerst kein VHS-Austritt

Lügde (jl). Seit mehr als drei Jahren strebt Bürgermeister Hubert Scholand den Austritt Lügdes aus dem ostlippischen Volkshochschul-Verband an. Denn er sieht die in den letzten Jahren aufgelaufenen Kosten der Bildungseinrichtung im Verhältnis zu ihren Leistungen für Lügde als zu hoch an und will Geld sparen. Aktuell betreiben die Lügder Politiker den VHS-Austritt aber nicht mehr mit der alten Vehemenz: Die Mitglieder des Hauptausschusses haben jetzt unisono dafür votiert, die Abkehr erst einmal auf Eis zu legen. Diese Entscheidung setzt einen anderslautenden Ratsbeschluss vom September 2007 außer Kraft. Somit sollen auch die Arbeiten an einem Gutachten ruhen. Das hatte die Stadt vor 15 Monaten angeschoben, um die Kosten zu ermitteln, die Lügde im Falle eines Austritts an den Zweckverband zahlen müsste.

veröffentlicht am 18.03.2009 um 20:44 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

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Den Anlass zu dieser Wende gab ein SPD-Antrag, der anregte, wegen des Sparkurses der VHS vom Austritt abzusehen (wir berichteten). Der Bürgermeister wollte sich damit in der letzten Ratssitzung zwar nicht beschäftigen. Aber Schulausschuss-Vorsitzender Dr. Christian Tennie (CDU) ließ VHS-Chef Johannes Reineke Anfang März einen Lagebericht vor seinem Gremium geben und trug nun seine Interpretation der Ausführungen im Hauptausschuss vor.

Der Verteilerschlüssel ändert sich nicht

Demnach sind die geplanten Einsparungen der Volkshochschule, die den Lügder Umlage-Anteil von zuletzt 50 000 auf demnächst knapp 37 000 Euro verringern sollen, noch nicht ganz das, „was wir wollten“, so Tennie. Denn Lügde hatte bekanntlich auf eine Änderung des Verteilerschlüssels gehofft, der sich ausschließlich nach der Einwohnerzahl berechnet. Auch sieht Tennie die auf Lügde zukommenden Kosten „etwas realer“ bei 40 000 bis 50 000 Euro. Denn: „Mir liegen Informationen vor, dass die positive Entwicklung das Einsparpotenzial mit einbezieht, das auch Lemgo für sich in Anspruch nimmt.“ Allerdings meinte er: „Wenn die Umlage unter 45 000 Euro bleibt, hätte auch ich meinen Frieden.“

Weil im Vorfeld der erst am kommenden Montag stattfindenden VHS-Verbandsversammlung endgültige Zahlen noch nicht vorliegen, entschieden sich Lügdes Politiker erst einmal fürs Abwarten.

Laut Kämmerer Heinz Reker kostet die Mitgliedschaft in der ostlippischen VHS die Lügder auch jetzt noch rund 16 000 Euro mehr als eine Beteiligung an der VHS Hameln-Pyrmont. Er riet, „mit konkreten Zahlen 2010 zu entscheiden“ – was auch bei SPD-Fraktionschef Jörg Eickmann Jürgen Hundertmark (FWG) auf Zustimmung stieß.



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