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GFN-Frontmann sieht noch keine dramatischen Hitzefolgen

Noch geht‘s den Emmerfischen gut

LÜGDE. Wie geht es eigentlich der Emmer und ihren Bewohnern in der anhaltenden Trockenheit und Hitze? Aktuell zumindest ist Klaus Zumhasch nicht in Alarmstimmung: „Der Fluss führt wenig Wasser, aber bislang haben wir keine Probleme“, sagt der Vorsitzende der Lügder Gemeinschaft für Fischerei und Naturschutz (GFN).

veröffentlicht am 03.08.2018 um 21:01 Uhr

Noch scheinen die Fische in der Emmer nicht sichtlich unter der Hitze zu leiden. Ein Blick in den Fluss in Höhe des Waschplatzes im Emmerauenpark zeigt jede Menge junger Bachforellen, die mit ziemlichem Tempo durchs Wasser flitzen. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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„Die Fische sind da, und es geht ihnen noch ganz gut. Bei der Wärme ziehen sie sich in tiefere Gewässerteile zurück und fahren ihren Organismus auf Sparflamme.“ Generell hätten die Tiere durch die Stausee-Umflut inzwischen bessere Chancen, die Trockenheit zu überstehen.

Wer genau hinsieht, kann in Ufernähe im Park auch derzeit ganze Schwärme junger Bachforellen durchs Wasser sausen sehen. 60 000 von ihnen hatten die GFN-Mitglieder im Frühjahr ins Emmerwasser gesetzt. Da waren die Fischchen gerade einmal fünf Zentimeter lang. Inzwischen sind sie zu immerhin doppelter Länge angewachsen.

Folgen haben die Auswirkungen des Supersommerwetters auf das Leben in der Emmer allerdings für die Lügder Kinder: „Unsere geplanten Ferienspaßaktionen mussten wir in diesem Sommer absagen“, bedauert Zumhasch. „Die Fische beißen nicht an, weil sie keinen Hunger haben.“ Zudem habe er nicht schuld daran sein wollen, falls eines der teilnehmenden Kinder durch den stundenlangen Aufenthalt in der Hitze einen Sonnenstich bekäme.

Generell erscheint Zumhasch die derzeitige Situation im Fluss allerdings weniger angespannt als vor einem Jahr. „Da hatten wir stellenweise Blaualgen und ich hätte fast ein Belüftungsgerät organisieren müssen“, erinnert er sich. Derlei Probleme seien 2018 bisher nicht aufgetreten. In dieser Einschätzung sieht er sich bestätigt durch die aktuellen Beobachtungen des Züchters im Kalletal, bei dem Lügdes früherer Anglerverein alljährlich seine Besatzfische kauft. „Wegen der vielen Niederschläge im vergangenen Jahr ist der Grundwasserstand jetzt noch ganz gut“, hat Zumhasch vom Fachmann erfahren. Aber mit Blick auf die mutmaßlich noch weiterhin anhaltende Trockenheit schränkt er ein: „Die Messe ist noch nicht gelesen.“

Lügdes GFN-Frontmann verbringt derweil gerade seine Zeit mit Schreiben. „Ich arbeite an der Begrüßungsrede für den 31. August“, sagt er. Dann ist bekanntlich der große Tag, an dem sein Verein sein 50-Jähriges feiert – und für die Zukunft allen neugierigen Besuchern des Lügder Emmerauenparks ein besonderes Geschenk machen will: einen Fischlehrpfad, der an diesem Tag feierlich seiner Bestimmung übergeben werden soll. Die 18 illustrierten Infotafeln sind gerade im Druck.



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