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Ab Montag testen die Feuerwehren neue Digitalfunkgeräte/ In Lügde dauert es noch

Nie wieder Funkstille

Lügde. Bei einem Feuerwehreinsatz muss alles sehr schnell gehen. Ausrüstung an, Funksprüche durchgeben und rauf auf das Löschfahrzeug. Um einen reibungslosen Ablauf zu ermöglichen, wird seit 2011 technisch aufgerüstet. Die Rettungsdienste in Ostwestfalen-Lippe bekamen neue Digitalfunkgeräte.

veröffentlicht am 16.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

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Autor:

von julia rau
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Ab Montag sollen diese offiziell zum Einsatz kommen. Das heißt, die Wehren greifen zu den neuen, nur etwa halb so großen Geräten, wenn sie ausrücken. Während des Einsatzes nutzen die Retter aber noch das alte Analogsystem. Mit den neuen Geräten wird es möglich, die Einsatzkräfte zu orten und direkt anzusprechen. Außerdem wird die Verständigung über Funk standardisiert. Die Feuerwehr in Lügde macht diesen Schritt aber noch nicht mit. Grund: Bislang sind nur fünf neue Geräte vorhanden und diese sind in Fahrzeuge eingebaut, für die erste Aufnahme des Funkkontaktes also ungeeignet. Lügdes Feuerwehrchef Wolfgang Kornegger und seine Kameraden testen die neuen Digitalfunkgeräte, die sie seit Anfang dieses Jahres besitzen, und sind mit der Technik bislang sehr zufrieden: „Man hört mit den neuen Funkgeräten alles glasklar“, erklärt Kornegger. Dazu fahren die Feuerwehrleute regelmäßig abends an Orte, in denen der Empfang bisher schlecht war, zum Beispiel in Talsohlen, und probieren mit den neuen Geräten aus, ob sie mit der Leitstelle und untereinander störfrei kommunizieren können. „Deswegen haben wir die ersten fünf Geräte auch in Kleinfahrzeugen, mit denen kommt man überall hin“, so Kornegger. Vor Ort schlagen sie dann einen dicken Übungswälzer auf, den der Kreis Lippe mitgeliefert hat. Darin stehen verschiedene Übungen, die durchgeführt und ausgewertet werden müssen, zum Beispiel bestimmte Funktionen des Gerätes abzurufen. Die Ergebnisse schickt Kornegger anschließend an den Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe. Dort wird ausgewertet und eventuell am Funksendemast korrigiert.

Besonders wegen der weitreichenden technischen Raffinessen und des besseren Empfangs fällt das Fazit für die Funkgeräte positiv aus. „Da gibt es so viele Möglichkeiten. Natürlich müssen wir uns erst in alles reinfuchsen“, sagt Kornegger. „Mit den alten Geräten musste manchmal ein Auto, dass nicht so dringend am Einsatzort gebraucht wurde, weiter weg fahren und von dort aus funken.“ Damit ist hoffentlich bald Schluss.

Bis Ende 2014 soll die Lügder Feuerwehr 23 weitere digitale Funkgeräte erhalten. Der Brandmeister glaubt allerdings nicht an die Einhaltung dieses Zeitplans, da die Firma, die die Technik installiert, alle Hände voll zu tun hat. Er schätzt, dass im Sommer die ersten Einheiten komplett auf Digitalbetrieb eingestellt werden, der analoge Funk bleibt bis zur kompletten Umstellung in etwa zwei Jahren zusätzlich bestehen.

Welches Gerät zukünftig wo eingebaut werden soll, planen Kornegger und seine Kameraden gerade. Denn es gibt erhebliche Kosten- und Funktionsunterschiede. „Mit manchen kann man telefonieren, aber man braucht nicht alles“, sagt Kornegger.



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