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Nach einer Bedenkzeit soll die Mittelalter-Veranstaltung 2019 wieder stattfinden

Neue Chance für den Liuhidi-Markt

LÜGDE. Eigentlich hätte es in diesen Wochen wieder den mittelalterlichen „Liuhidi-Markt“ in Lügde geben sollen, um den einmal beschlossenen bisherigen Zweijahresrhythmus beizubehalten. Aber als die Jahreshauptversammlung des Veranstalters, Lügde Marketing, im März über das zukünftige Schicksal dieser Veranstaltung abstimmte, war klar, dass aus organisatorischen Gründen 2017 auf jeden Fall ausfallen musste. Das Votum der Marketingvereinsmitglieder gab dem Vorstand dann jedoch grünes Licht für eine Fortsetzung, sodass der 10. „Liuhidi-Markt“ somit im Juni 2019 wieder stattfinden kann.

veröffentlicht am 06.08.2017 um 14:57 Uhr
aktualisiert am 06.08.2017 um 19:50 Uhr

Rauferein zwischen den Heerlagern wird es 2019 wieder im Emmerauenpark geben: Die Mitglieder des Marketingvereins sprachen sich für die Wiederbelebung des Liuhidi-Marktes aus. Foto: afk
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Achim Krause Reporter
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„Liuhidi“ – das ist der alte Name Lügdes, wie er schon im 8. Jahrhundert in den fränkischen Reichsannalen erschien. Er wurde zum Synonym für einen Mittelaltermarkt in den Emmerauen entlang der Stadtmauer zwischen dem alten Wehrturm am Brückentor und der Emmer. Nach der Premiere 2001 tauchte Lügde bisher neunmal in die mittelalterliche Ära seiner langen Stadtgeschichte ein. 2015 war der mittelalterliche Liuhidi-Markt in den Emmerauen von den Besuchern zur bestbenoteten Veranstaltung in Lippe gewählt worden. Dennoch: Dieser ganz spezielle Markt wurde für den Marketingverein in den letzten beiden Auflagen zu finanziellen Zuschussgeschäften, jeweils in fünfstelliger Höhe. Nach reger Diskussion hatten sich in der Versammlung am Ende die Befürworter knapp durchgesetzt und für eine Wiederauflage gestimmt. In Rede und Gegenrede hatten der Vorsitzende Meinolf Haase und Niklas Zimmermann die Positionen über die seit 2001 durchgeführte Veranstaltung vor den Toren der mittelalterlichen Altstadt deutlich gemacht. Bei Gesamtkosten von 20 000 Euro waren 2013 2 900 Euro vom Verein zugeschossen worden, 2015 nach einem Veranstalterwechsel bei dann 25 000 Euro Gesamtkosten wiederum 2 800 Euro. „Und das trotz optimaler Witterung und guten Besucherzahlen“, stellte Haase fest und fragte: „Was ist, wenn es an den beiden Tagen mal richtig regnet und die Besucher ausbleiben? Will der Verein ins Risiko gehen?“ Sehr schnell könnten dann bis zu 8000 Euro an Zuschuss anfallen und damit den finanziellen Spielraum von Lügde Marketing aufzehren, befürchtete Dietrich Günnewich. Natürlich beinhalte eine Open-Air-Veranstaltung immer das Witterungsrisiko, bestätigte Pro-Sprecher Niklas Zimmermann, verwies aber auf die große Attraktivität einer derartigen Veranstaltung: „Immerhin 90 Prozent der Besucher kamen von auswärts extra deswegen nach Lügde. Auch in der Szene genießt der Liuhidi Markt einen guten Ruf.“ Einig war man sich darin, dass ein solcher Markt durchaus in diese Kulisse der Ackerbürgerstadt Lügde passe. Die Gesamtkosten für die Ausrichtung des Liuhidi-Marktes auf einem auch gewollt höheren Niveau seien jedoch kaum zu senken, gab Zimmermann zu bedenken. Letztlich ist der Organisator selbst ein Kleinunternehmer, der auch seine Kosten einspielen müsse. Professionelle Veranstalter solcher Märkte, wie sie andernorts verpflichtet werden, trieben die Kosten in noch ganz andere Dimensionen, gab er zu bedenken.

Am Ende überzeugten die Anwesenden die Pro-Argumente mehr. Damit kann 2019 ein kleines „Liuhidi-Markt“-Jubiläum gefeiert werden: Die organisatorischen Vorbereitungen für die 10. Auflage am zweiten Juni- Wochenende im übernächsten Jahr sind bereits angelaufen, betätigt Niklas Zimmermann. Mittelalterakteure, wie Handwerker, Händler, Söldner, Ritter, Knechte, Gaukler und Musikanten schaffen dann wieder das einzigartige Ambiente für diese Zeitreise in jene Epoche.



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