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Morsches Holz zwingt zu Generalüberholung des Kita-Geländes an der Lügder Waldstraße

Naturnaher Spielplatz war nicht lange schön

LÜGDE. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Leider. Mit Blick auf das erst in den Jahren von 2006 bis Mitte 2009 mit viel Holz naturnah gestaltete Außengelände des städtischen Kindergartens „Pusteblume“ an der Lügder Waldstraße schält sich diese enttäuschende Erkenntnis schon seit einigen Jahren heraus.

veröffentlicht am 03.04.2019 um 22:57 Uhr

Aktuell ist aus dem Kita-Spielplatz an der Waldstraße die Rutsche abgesperrt. Zur Anschaffung eines neuen Spielgeräts hoffen die Eltern jetzt auf die Unterstützung der Lügder. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Denn von dem vor zehn Jahren als „Spielparadies“ eingeweihten Areal, bei dessen Gestaltung seinerzeit auch diverse engagierte Eltern Hand anlegten, haben nur ein paar klägliche Reste überlebt.

Mehrere Spielgeräte hielten den letzten Sicherheitsüberprüfung nicht mehr stand. Sie sind bereits abgeräumt und durch neue Geräte ersetzt. Ein Grund für die Abgänge: Das damals verbaute Holz ist zum Teil verrottet. Eiche erwies sich demnach als die falsche Wahl. „Holz und Feuchtigkeit“, sagt Ute Hanebaum. Die Diplomingenieurin ist im Rathaus unter anderem für die städtischen Spielplätze verantwortlich. In die damalige Platzplanung war sie allerdings nicht involviert. Sie muss mit den Folgen umgehen. „Naturnah ist schön und gut“, sagt sie mit Blick auf das seinerzeitige Konzept, das die Eltern mit Unterstützung einer Bielefelder Fachfirma entwickelt hatten. Die Umsetzung habe damals auch wirklich gut ausgesehen. „Aber die Hölzer sind weggefault.“

Demontiert werden muss allerdings auch die 2009 von einigen Müttern mit einer damals Mosaik-Oberfläche verzierte Kletterschlange, die sich über den Boden schlängelt . „Supergefährlich“ nennt Nicole Reker vom Förderverein der „Pusteblume“ das Betontier, dass einst ein wenig an die weltberühmten „Nana“-Skulpturen erinnerte. Denn die Oberfläche der Schlange sei „megaglitschig und scharfkantig“ zugleich. Die Männer vom städtischen Bauhof werden die Gefahrenquelle demnächst abtragen.

Aktuell ist nun die Rutsche gesperrt. Dass auch sie ein Risiko darstellt, ist allerdings vor allem dem fleißigen Buddeln der Mädchen und Jungen geschuldet. Das Gerät mit der Edelstahl-Rutschbahn selbst ist noch in Ordnung. Aber die Kinder haben das Konstrukt mit den Jahren fast vollkommen unterhöhlt. „Und nun ist die Festigkeit des Auflagerpunkts unter Umständen nicht mehr gegeben“, erklärt Ute Hanebaum. Zuletzt nutzte ein Igel den Unterschlupf als Ort für seinen Winterschlaf.

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs werden hier aber schon bald wieder für sichere Verhältnisse sorgen. Zusammen mit dem Einbau eines neuen Geräts: Der ebenfalls von hinfälligem Holz eingerahmte Sandkasten soll ebenfalls attraktiver werden – mit einer „Sandbaustelle“ samt „Sand-Waschmaschine“.

Für die neuen attraktiven Spielgeräte hat der Kita-Förderverein schon einiges an Geld gesammelt – und hofft nun auf weitere Unterstützung. An dieser Stelle kommen alle Lügder mit Internet-Zugang ins Spiel. Je mehr Unterstützer das Lügder Projekt auf der Seite lbs-vorausdenker.de sammelt, desto größer wird die Chance der Eltern, das Projekt realisieren zu können. „Der Elternrat und der Förderverein unserer Kita haben gespart und auch schon viele Aktionen organisiert“, sagt Nicole Reker. Sie und ihre Mitstreiter hoffen, dass sie insgesamt um die 8000 Euro zusammenkriegen. „Und wir sind total glücklich, dass die Stadt die Finanzierungslücke zu schließen bereit ist.“ Denn insgesamt dürfte die Sandbaustelle wohl etwa 11 000 Euro kosten. Wenn die Eltern den erhofften 5000-Euro-Zuschuss von der Landesbausparkasse LBS gewinnen, haben sie etwas Spielraum für weitere Pläne. Dazu zählt etwa ein Sonnensegel für den Sandkasten.



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