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SH-Relaunch in wenigen Wochen

Name, Slogans, Optik: neu – und ohne Zungenbrecher

LÜGDE / BLOMBERG. „Qualität ist unser Erfolg“ – eine Firma, die dieses Werbeversprechen einhält, ist zweifellos seriös und hat zufriedene Kunden. Zu deren Ansprache taugen so allgemeine Slogans aber heute kaum noch. „Relativ nichtssagend“, urteilt Synflex-Geschäfrsführer Fritz-Hubertus Hasse. Nun steht ein Relaunch an

veröffentlicht am 26.05.2018 um 09:30 Uhr

Aktuell präsentiert sich SH Elektrodraht noch in Blau. Doch schon in wenigen Wochen wird das bekannte Logo Geschichte sein. Foto: jl
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Wenn der Firmenname „Elektrodraht“ auf dem internationalen Markt dann auch noch das Zeug zum Zungenbrecher hat, ist es Zeit für eine Umtaufe. So ein Relaunch steht dem traditionsreichen Lügder Kupferlackdraht-Hersteller sowie Synflex mit Stammsitz in Blomberg und dessen Tochterfima Isotek kurz bevor. Schon jetzt agieren sie mit 15 weiteren Firmen – teils in Dänemark, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Shanghai und der Türkei – und weltweit etwa 660 Mitarbeitern unter dem Konzerndach der Lügder „HF Magnet Wire Industries GmbH“.

Wie SH, Synflex und Isotek künftig nach außen auftreten werden, will der Synflex-Chef zwar erst in gut drei Wochen verraten. Auf der Leitmesse der Branche, der „Coil Winding Expo“ in Berlin. Auch das neue Logo nach dem Abschied vom 23 Jahre alten blauen SH-Markenzeichen soll bis dahin geheim bleiben. Über den baldigen Relaunch, also die Neugestaltung des Markenauftritts, spricht der 36-Jährige aber schon jetzt freimütig. Auch, damit aus dem Facelift niemand falsche Schlüsse zieht. Denn strukturell ändere sich nichts, betont er. „Die Unternehmen bleiben rechtlich alle so bestehen, wie sie sind.“ Und, das sei verraten: Mit „SH“ bleibt ein Teil Historie im neuen Namen erhalten.

Die Idee zur Modernisierung des Markenauftritts ist im Hause Hasse jahrelang gereift. „Der Impuls dazu kam ursprünglich von meinem Vater“, sagt der Synflex-Chef. Ernst-Michael Hasse habe schon 2012 die Frage nach der künftigen Präsentation aufgeworfen. Vor einem Jahr habe man sich dann gemeinsam auf den Weg gemacht mit dem Ziel, neue Slogans und Logos zu finden, „die besser widerspiegeln, was wir eigentlich können“. Der Zweck: bessere Erkennbarkeit gerade auch bei ausländischen Kunden der lackierten Kupfer- und Aluminiumdrähte und Transformatoren sowie der breit gefächerten Produktpalette von Synflex. Dazu gehört auch optisch die Botschaft, „dass wir die Zukunft im Programm haben“. Hubertus Hasse zeigt sich gewiss: „Kupferlackdraht wird bei der Elektromobilität künftig eine große Rolle spielen.“

Die Unternehmen SH Elektrodraht und Synflex stehen kurz vor der Einführung eines neuen Markenauftritts. Es gibt einen neuen Dach-Namen und neue Logos. Aber strukturell ändere sich nichts, betont Synflex-Geschäftsführer Fritz-Hubertus Hasse. „Die Unternehmen bleiben rechtlich so bestehen, wie sie sind.“ Foto: jl

Das neue Erscheinungsbild findet Hasse „wesentlich dynamischer und moderner“.

Jetzt, auf den letzten Metern vor dem Vollzug, kann sich Hasse als Leiter einer vierköpfigen Marketing-Arbeitsgruppe, schon fast wieder entspannen. „Aber so ein Relaunch ist eine Mammutaufgabe“, sagt er. Bevor man sich mit Unterstützung von Gestaltungsprofis aus Berlin, nach fast einem Dutzend Varianten auf das neue Logo einigte, habe es viele Diskussionsrunden gegeben, sagt er. „Auch mal am Abendbrottisch.“

Über die genauen Kosten der Umstellung schweigt er, deutet aber an: „Es ist schon ein fünfstelliger Betrag.“ Denn alles muss umgestellt werden. Das beginnt bei Briefpapier und Kartons („Die haben wir schon seit längerem nur noch blanco bestellt“) und hört bei den Giveaways, kleinen Präsenten für Mitarbeiter und Kunden, nicht auf.

Und was passiert mit den demnächst überholten Notizblöcken, Regenschirmen oder Kaffeetassen? Die kann die Belegschaft derzeit bei einem Abverkauf erwerben. Für einen guten Zweck.

Obwohl er dem neuen Auftritt entgegenfiebert, zählt auch Hubertus Hasse zu den Kunden. „Ein paar Schirme und Tassen habe ich schon.“



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