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Flüchtlingshelfer fordern Unterstützung

Nach Schlägerei ein Mann in Haft

Elbrinxen / Detmold. Einer von zwei Brüdern (19 und 21) aus Algerien, die in der Nacht zum vergangenen Samstag einen dritten Mann (46) bei einem handgreiflichen Streit in einem Elbrinxener Flüchtlingshaus verletzt hatten (wir berichteten), sitzt inzwischen in Haft. „Im Zuge der Ermittlungen haben wir von einem anderen Tatvorwurf aus Niedersachsen erfahren“, sagte Lippes Polizeisprecher Uwe Bauer auf Anfrage. Ob dieser Vorwurf etwas damit zu tun haben könnte, dass beide Brüder noch unter anderen Namen in Braunschweig gemeldet sein sollen, ließ Bauer offen. Im Elbrinxer Fall werde jedenfalls wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Zudem rechneten seine Kollegen mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung durch die Stadt Lügde. Bei der Schlägerei gingen auch eine Glasscheibe sowie einige Teller zu Bruch.

veröffentlicht am 18.02.2016 um 18:18 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:43 Uhr

Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Was die Anzahl der in der Tatnacht alarmierten Krankenwagen betrifft, so korrigierte Bauer seine erste Auskunft vom Montag: „Es waren doch zwei Rettungswagen vor Ort“, sagte er. Einer habe die beiden Brüder ins Krankenhaus gebracht, der zweite den an der Hand verletzten Syrer. Die drei Männer seien nach ambulanter Behandlung wieder entlassen worden.

Der Fall treibt auch die Elbrinxer Flüchtlingshelfer um. Die beiden Brüder sowie ein dritter Mann aus Algerien seien die Einzigen unter mehr als 60 Bewohnern, mit denen es Ärger gebe, wie Oliver Jürgens von der Initiative sagt. Er sieht sich durch das Vorkommnis in seiner Auffassung bestätigt, dass die Stadtverwaltung sich um „Leute intensiver kümmern muss, von denen man weiß, dass sie solche Probleme machen“. An diesem Punkt sehe er die Ehrenamtlichen klar überfordert. Da müsse eine professionelle Betreuung her, am besten durch einen Sozialarbeiter. Ein solcher wurde bisher nicht eingestellt, und inzwischen ist der Markt auch ziemlich leer. Die Stadt Lügde sucht derzeit nach zwei Bufdis, die den Mitarbeitern im Rathaus im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes bei der Flüchtlingsarbeit zur Seite stehen sollen.

Unglücklich wäre es zudem, die Männer in einem Haus zu belassen, in dem auch viele Familien mit Kindern leben. Jürgens: „Die anderen Leute im Haus fragen uns, was jetzt passiert. Für solche Fälle brauchen wir Lösungen.“



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