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9250 Gäste im Freibad, 34,4 Grad in Paenbruch

Nach rekordreifen Juli in Lügde geht‘s ans Wassersparen

LÜGDE. Der Jahrhundertsommer 2018 schlägt sich auch in Lügde in Rekorden nieder: Mit mit 34,4 Grad wurde in der Wetterstation Paenbruch am Dienstag die zweitheißeste Temperatur ganz Nordrhein-Westfalens gemessen. Und auch im Lügder Freibad kann Reinhold Krüger eine rekordverdächtige Zahl melden:

veröffentlicht am 01.08.2018 um 20:57 Uhr

„Die Pflanzen in den privaten Gärten sollten bedacht gewässert werden“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises Lippe von Mittwoch. Mit Blick auf die Wasserversorgung der nächsten Zeit appelliert die Behörde an die Lipper, aufs Rasensprengen und Poo

Autor:

Klaus Titze und Juliane Lehmann
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„Wir hatten im letzten Monat 9250 Badegäste. So viele waren es in einem Juli noch nie.“ Besucherstärkster Tag war – natürlich – der 26. Juli, an dem der Freibad-Aktionskreis ALF kurzfristig das „Toben ohne Ende“ angesetzt hatte. An dem Tag, als ausnahmsweise alle erdenklichen aufblasbaren Spielzeuge mit ins Wasser durften, zählte der Schwimmmeister 636 Besucher. Viele von denen vergnügten sich dann mit großen schwarzen Autoreifenschläuchen, Bällen oder auf diversen tierischen Aufblas-Badeinseln. „Wir hatten allerdings noch mit einem größeren Ansturm gerechnet“, offenbart Krüger, der am liebsten täglich eine Zahl um die 600 in seine Liste eintragen würde. Denn wenn viel los ist, „dann weiß man, wofür man die ganze Arbeit macht“, sagt der 48-Jährige.

Die Zurückhaltung von Eltern, gerade mit kleinen Kindern ganze Tage im Freibad zu verbringen, beobachteten allerdings auch seine Kollegen in umliegenden Bädern. Das sei ein genereller Trend und keinesfalls Lügde-typisch, sagt Krüger. Er vermutet, dass die Eltern ihre Kleinen nicht gerne allzu lange in die Sonne ließen. Sie entschieden sich eher für einen späteren Besuch nach Abklingen der Hitze.

Allerdings suchen die Menschen nicht nur im Freibad Erfrischung. Auch in den Privathaushalten steigt der Trinkwasserverbrauch – aktuell um fast ein Drittel. „Die Wassergewinnung aus Tiefenbrunnen und Quellen läuft derzeit unter voller Belastung“, berichtet Lydia Penner aus der Pressestelle der Kreisverwaltung unter Berufung auf die lippischen Wasserversorger. Versorgungsprobleme gebe es bisher aber nicht. Damit das so bleibt und die Allgemeinheit auch in nächster Zeit noch genug sauberes Trinkwasser hat, rufen der Kreis Lippe und die regionalen Wasserversorger jetzt allerdings zum sorgsamen Gebrauch des Trinkwassers auf. Sie appellieren an alle Haushalte, zum Beispiel auf das Bewässern von Rasenflächen oder das Auffüllen privater Schwimmbecken und Pools zu verzichten. „Die Pflanzen in den privaten Gärten sollten bedacht gewässert werden“, heißt es vom Kreis weiter.

Allerdings: Gleichzeitig sollten die Verbraucher einmal pro Woche jeden Hahn und jede Zapfstelle für kurze Zeit aufdrehen. Denn, so erklärt Penner: „Ein fehlender Wasseraustausch in nicht genutzten Kalt- und Warmwasserleitungen oder Zapfstellen ist unbedingt zu vermeiden.“ Ein vollständiger Wasseraustausch in den Leitungen sollte mindestens alle sieben Tage erfolgen. Das dort gezapfte Wasser könne zum Blumengießen genutzt werden.



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