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Große Vielfalt dicht an dicht: Heimatmuseum präsentiert Bilder aus über 60 Jahren von Heinrich Spilker

Mystische „Brandung an Felsküste“ kommt an

Lügde. „Die Ausstellung hätte noch viel größer sein können“, sagt Heinrich Spilker zur Eröffnung seiner Werkschau im Lügder Heimatmuseum, „doch der Raum ist begrenzt“. Das tat dem Andrang um „Meine Bilderwelt – gestern und heute“ allerdings keinen Abbruch, denn die zahlreichen Gäste hatten genug zu betrachten. Der früher selbstständige Maler- und Lackierermeister seit 61 Jahren in Öl- und Aquarell „am liebsten Naturalismus und gegenständliche Malerei“. So hing denn auch sein zuletzt gemaltes Gemälde „Brandung an Felsküste“ gleich neben dem Bild „Landschaft am Starnberger See“, das er als 19-Jähriger malte.

veröffentlicht am 10.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Claudia Guenther
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In seiner Ansprache dankt Spilker seiner Frau und Familie für die große Unterstützung und Geduld in all den Jahren. „Meiner Frau gefällt das nicht“, sagt er und zeigt auf sein gerade erst fertiggestelltes Bild. „Ich wollte das unbedingt zur Ausstellung fertig haben.“ Gerade dieses Bild spricht im Laufe des Abends viele Frauen an. „Das ist sehr mystisch“, hört er an diesem Abend viele Male.

Josef Huppertz vom Heimat- und Museumsverein war es ein Bedürfnis, einen möglichst umfangreichen Querschnitt von Spilkers Schaffen zu zeigen. Der Anlass war dessen 80. Geburtstages vor wenigen Monaten.

Mehrere hundert Bilder habe er gemalt, schätzt Spilker. Und so machten die Gäste der Ausstellung immer wieder einen Sprung von idyllischen romantischen europäischen Landschaften zu arabischen Reitern und einem „Markt in Marokko“, zu Aktmalerei, verschneiten Alpengipfeln und Frauenbildnissen sowie zu einigen Plastiken.

Stefan Schüttemeier bewundert ein detailliertes Gemälde vom Gardasee, „das Bild erinnert an eine Postkarte“. Vor einem Bild der Fachwerkhäuser mit davorstehenden Karren in der Hinteren Straße der 30er Jahre erinnert sich eine Frau: „Ja, so sah das aus. Aber die Miste waren da auch noch vor der Tür.“ Spilkers Lieblingsbild sind die „Kinder am Strand“. Im Gespräch lässt Stefanie Säumenicht ihrer Fantasie freien Lauf, „suchen die Bernstein?“, will sie wissen.

Die auf Reisen fotografierten Landschaften und Szenen, von denen Spilker dann zu Hause Gemälde anfertigte, gestatten dem Betrachter vor allem ein Wohlgefühl, Harmonie und Ruhe. So handelt es sich bei etlichen seiner verkauften Bilder um Auftragsarbeiten. „Auftraggeber waren meist Lügder, die in die Ferne zogen“, sagt Spilker, dessen Bilder der Kilianskirche, „von Hamburg bis Murnau und sogar bis nach Kalifornien und Australien“ hängen. Er habe auch Malkurse belegt, die besondere Stilrichtungen und Aufgabenstellungen beinhalteten. So seien unter anderem großflächige Frauenbilder mit Blumen entstanden. Zu guter Letzt kommt er zu dem Schluss: „Wenn Sie bei der Betrachtung meiner Bilder Freude empfinden, dann hat sich meine Arbeit gelohnt.“

Heinrichs Spilkers Bilder sind bis 31. März im Lügder Heimatmuseum zu sehen.

Heinrich Spilkers jüngstes Bild „Brandung an Felsküste“ empfinden insbesondere Frauen am Eröffnungsabend als „sehr mystisch“. cg

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