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Stadt will Zeitrahmen zur Umsetzung des Stadtsanierungskonzepts sicherheitshalber ausweiten

Muss „Lügde 2015“ jetzt umgetauft werden?

Lügde (jl). „Wenn wir jetzt nicht die Kurve kriegen, dann fährt der Zug ohne uns ab“, sagt Günter Loges. Damit meint Lügdes Bauamtsleiter das Thema Stadtentwicklung. Denn hier habe man die diversen notwendigen Investitionen 20 Jahre lang zurückgestellt, „weil wir so lange auf die Ortsumgehung warten mussten“. Die Kosten für das Gesamtpaket „Lügde 2015“ kalkuliert man im Rathaus nach derzeitigem Stand auf 5,6 Millionen Euro – aber nur, wenn das Land 60 Prozent davon aus seinen Städtebau-Fördertöpfen zuschießt.

veröffentlicht am 05.02.2010 um 22:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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Im letzten Jahr schon hat Loges den Lügder Antrag dafür bei der Bezirksregierung eingereicht und hofft nun, dass der Förderbescheid noch im April auf seinem Tisch liegt. Und er ist optimistisch: „Die Signale sind positiv.“

Liegt die Genehmigung vor, dann will die Stadtverwaltung gleich die Ausschreibungen für den Emmerauenpark auf den Weg bringen. Denn der soll möglichst noch in diesem Jahr gebaut werden.

Denn das Herzstück von „Lügde 2015“, die Ortsdurchfahrt, kann erst an die Reihe kommen, wenn der Verkehr schon über die Umgehungsstraße läuft und auch der noch zu bauende „Kreisel Mitte“ an der Kreuzstraße befahrbar ist.

Ein gewisser Teil der 5,6 Millionen Euro soll auch für die Unterstützung privater Baumaßnahmen reserviert werden. Denn die Atmosphäre in der Stadt steht und fällt nicht zuletzt mit ihrer Bausubstanz. Und da bröckelt’s: Derzeit stehen 15 der 80 denkmalgeschützten Häuser im historischen Stadtkern leer, neun von ihnen in der Mittleren Straße und sechs in der Vorderen Straße. Im Rathaus hofft man, dass der Rückbau gerade die Mittlere Straße attraktiver macht und private Besitzer anspornt, ihre Häuser zu sanieren. Schwierig dürfte das zwar überall dort werden, wo außerhalb wohnende Erben das Sagen haben – nicht aber den Ehrgeiz und die Mittel, um die Immobilien zu restaurieren. Doch einen gewissen Effekt verspricht man nicht im Bauamt schon.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf dem Einzelhandel. Denn der Standort Innenstadt soll nicht unter dem Abzug des Durchgangsverkehrs leiden, sondern von der Umgestaltung profitieren.

Realistisch gesehen dürfte das Schlagwort „Lügde 2015“ den Zeitplan zur Umsetzung der diversen Visionen allerdings etwas knapp eingrenzen. Deshalb will die Stadtverwaltung ihn nun bis 2018 ausdehnen. Sicherheitshalber. Denn noch ist ja nicht klar, für welchen Zeitraum das Land seine Zuschüsse bewilligt. Und die Politiker müssen – obwohl sie das Gesamtkonzept schon im letzten August abgesegnet haben – über jede einzelne Maßnahme noch diskutieren und entscheiden. Denn auch die 40 Prozent Lügder Eigenanteil sind schließlich kein Pappenstiel. Zudem will man im Rathaus auch weiterhin die Bürger an der Verschönerung ihrer Stadt beteiligen.

Allerdings betrachtet der Bauamtsleiter die Fristverlängerung, über die der Bauausschuss in seiner öffentlichen Sitzung am Montag um 18 Uhr im Rathaus entscheiden soll, eher als theoretische Marke. Denn: „Die Lügder haben jetzt fünf Jahre Bauarbeiten hinter sich. Irgendwann soll das alles auch mal fertig werden.“ Deshalb hält Günter Loges von einer Umbenennung des Konzepts in „Lügde 2018“ nichts. Könnte ja auch sein, dass der bisher angepeilte Zeitrahmen passt…

Auch die Umgestaltung des Marktplatzes zählt zu den im Stadtentwicklungskonzept „Lügde 2015“ angepeilten Ideen.

Welche davon wann umgesetzt werden können, müssen die Politiker entscheiden. Und auch das Land redet mit, denn ohne seinen 60-Prozent-Zuschuss geht gar nichts.

Foto: jl



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