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Kreis und Stadt hoffen auf Problemlösung am Köterberg

Motorradfahrer sehen sich im Spiegel

Köterberg/Niese. Der perfekte Spagat wird gerade in Köterberg und Niese geprobt: Die Anwohner sollen ihre Sommerwochenenden genießen können während gleichzeitig die Motorradfahrer das Tourismusziel Köterberg anfahren können. Deshalb wurden am Wochenende in den beiden Orten in Anwesenheit von Landrat Friedel Heuwinkel insgesamt 17 Schilder in Betrieb genommen. Von denen aus schauen Kinder den Motorradfahrern tief in die Augen und deuten mit eindeutigen Gesten wie Ohren-Zuhalten darauf hin, dass sie hohe Drehzahlen gar nicht schätzen.

veröffentlicht am 01.07.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Carlhermann schmitt
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Fünf der Schilder – sogenannte Dialog-Display-Anlagen – bieten mit aufleuchtendem „Danke“ oder „Langsam“ Lob oder Tadel je nach Geschwindigkeit. „Auf absolute Zahlen haben wir bewusst verzichtet, damit niemand auf die Idee kommt, hier Meisterschaften auszutragen“, erklärte Rudolf Broer, Geschäftsführer eines Spezialanbieters für moderne Lösungen im Straßenverkehr, der gemeinsam mit Kreis, Polizei und Stadt das neue Beschilderungskonzept erarbeitet hat. Zudem wurde am Ortseingang von Köterberg ein riesiger Spiegel probeweise installiert. „Der soll den Motorradfahrern ins Unterbewusstsein drängen, dass sie die Straße und den Ort nicht getrennt von sich wahrnehmen – nur als Teil ihrer Strecke“, erläuterte Broer. „Sie sollen erkennen, dass sie Teil der Szenerie sind, die von den Bewohnern eben aus ganz anderem Blickwinkel wahrgenommen wird.“

Broer betonte dabei auch den Modellcharakter der gesamten Beschilderung. „Wir haben es üblicherweise mit Unfallschwerpunkten zu tun. Hier müssen wir die Sinne und Fantasie für eine ganz andere Problematik schärfen.“ Deswegen werden noch weitere Messungen durchgeführt, um dadurch herauszufinden, inwieweit diese Beschilderung greift und die Motorradfahrer zu der Einsicht bringt, dass eine dem Ort angemessene Fahrweise allen nur Vorteile bringt. Bislang seien über die Hälfte der Fahrer dort schneller als 40 Kilometer pro Stunde. „Um ein verwertbares Ergebnis zu bekommen, dass auch den Ansprüchen von Statistik genügt, werden wir allerdings warten müssen, bis der Sommer gekommen ist, und auch hinreichend viele Motorradfahrer den Köterberg besuchen“, betonte Broer.

Die Erkenntnisse dieses Sommers sollen dann genutzt werden, um gegebenenfalls noch Veränderungen vorzunehmen. „Das Ziel ist, den Kopf der Fahrer zu erreichen, damit die von sich aus verantwortungsbewusst langsam durch Köterberg und Niese fahren.“ Denn das machten sowohl Landrat Friedel Heuwinkel als auch Lügdes Bürgermeister Heinz Reker klar: „Wir wollen die Motorradfahrer nicht aussperren.“



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