weather-image
17°

Rund 270 000 Euro kämen auf die Stadt Lügde alleine in diesem Jahr zu

Moderner Unterricht kostet

LÜGDE. Fast eine Million Euro, schwebt den Fachleuten vom kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg vor, sollte die Stadt Lügde in die Digitalisierung der beiden Grundschulen und der Sekundarschule stecken, um sie fit zu machen für die Herausforderungen, die die neuen Medien und Kommunikationswege an die Grundschüler und die der ersten Sekundarstufe einerseits stellen und andererseits an die Lehrer.

veröffentlicht am 14.05.2019 um 19:57 Uhr

Lars Brindöpke stellte den Medienentwicklungsplan vor. Foto: yt
Avatar2

Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Auslöser für diese technische Aufrüstung der Schulen ist der Digitalpakt, der vom Bundesrat Mitte März auf den Weg gebracht wurde. Der sieht vor, dass der Bund im Laufe der nächsten fünf Jahre insgesamt fünf Milliarden Euro für die Aufrüstung der insgesamt 40 000 Schulen in Deutschland ausschüttet. Mit einem Zubrot der Länder steht so im Schnitt 137 000 Euro pro Schule respektive 500 Euro pro Schüler bereit. Nordrhein-Westfalen bekommt über eine Milliarde Euro für seine Schulen. Nun will die Landesregierung schnellstmöglich Förderrichtlinien und Rahmenbedingungen formulieren, die an die Ausschüttung von Zuschüssen gekoppelt werden. Als die Landesministerin für Schule und Bildung Yvonne Gebauer (FDP) am 10. Mai den Digitalpakt für Nordrhein-Westfalen ratifizierte, erklärte sie, dass das Schulministerium eine umfassende Digitalstrategie erarbeite. Und zwar mit den Handlungsfeldern: pädagogische Konzepte, die Ausstattung der Schulen und Lehrerweiterbildung.

Gefordert sind aber auch die Schulträger. Sie sind für die digitale Infrastruktur verantwortlich. Deshalb haben die Experten des Rechenzentrums eine Bestandsaufnahme der Schulen gemacht und darauf aufbauend erklärt, was alles getan werden muss, um den Erfordernissen des Digitalpakts Rechnung zu tragen. Der Leiter des Geschäftsbereiches Schul-IT und Handelsware Lars Brindöpke stellte den Medienentwicklungsplan vor. „Es galt dabei, den Herausforderungen des Medienkompetenzrahmens mit der Infrastruktur an den Schulen gerecht zu werden.“ Daran orientiert fällt die Analyse des Ist-Zustands katastrophal aus. Die Internetanschlüsse sind deutlich zu lahm, um den Datenfluss bewältigen zu können, der später für den Unterricht üblich sein wird. „Mittelfristig sollten 150-300 Mbit/s synchron per Glasfaser an jeder Grundschule möglich sein.“ Für die Sekundarschule sogar über 500 Mbit/s. Dabei betonte Brindöpke die Notwendigkeit eines schnellen Uploads, um Unterrichtsmaterialien genauso effektiv verschicken wie empfangen zu können. Netzwerkverkabelung unter anderem in den Klassenräumen, flächendeckendes WLAN müssen installiert werden. Die entsprechenden Komponenten hierfür müssen beschafft werden, weil vieles veraltet ist. Endgeräte, also PCs, Laptops oder Tablets – es gibt manches an den Schulen, aber zu wenig und oft zu alt. Präsentationstechnik: Kaum vorhanden. Whiteboards – also elektronische Tafeln auf denen geschrieben und präsentiert werden kann, soll in jedem Unterrichtsraum zur Verfügung stehen. Dann müssen die ganzen Geräte von einem Server aus bedient werden können. Auch der muss angeschafft und wie die Endgeräte mit entsprechender Software bestückt werden.

Und zusätzlich zu neuen Endgeräten und zu der Präsentationstechnik sollte die Stadt noch einmal 1500 Euro pro Grundschule und 3000 Euro für die Sekundarstufe pro Jahr kalkulieren. Für Software, für Lizenzen, Drucker und für neue Peripherie wie Lernroboter.

In den nächsten fünf Jahren werden nach dem Konzept des Rechenzentrums dann 350 Endgeräte im Einsatz sein. Da wird einiges schief laufen, haken und abstürzen. Deshalb sollte die Stadt auch 24 Stunden für externen Support einkalkulieren. „Natürlich sind auch die Schulen selbst gefordert einen IT-Verantwortlichen zu benennen, der selbst die kleinen Probleme lösen kann“, erklärt der IT-Fachmann. Auf die Stadt kämen nach der Kalkulation des Rechenzentrums alleine in diesem Jahr rund 270000 Euro für Anschaffungen und Installation der Geräte zu. Mit diesen Zahlen wollen sich die Politiker erst einmal auseinandersetzen, bevor sie eine Entscheidung fällen.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?