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Tournee-Theater „Radiks“ mit brisantem Thema auf dem Ramberg

Mobbing auf der Schul-Bühne

Lügde. Die Zeiten, in denen das Thema Mobbing tabu war, sind vorbei. Zu präsent sind die Berichte über jugendliche Opfer im öffentlichen Bewusstsein – vor allem, wenn sie irgendwann keinen anderen Ausweg mehr sahen, als sich das Leben zu nehmen. Nur so glaubten sie, endlich Ruhe zu finden vor den Demütigungen durch Mitschüler oder andere Altersgenossen in der Schule oder in den sozialen Netzwerken im Internet.

veröffentlicht am 18.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

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Den Betroffenen fällt der Schritt aus dem Teufelskreis zwar noch immer schwer. Denn wer gesteht schon gern ein, dass er zum Opfer geworden ist – in Zeiten, in denen der Begriff längst als Schimpfwort dient?! Zumal das Outing die Probleme längst nicht gleich löst.

Inzwischen aber gehen immer mehr Schulen anders mit dem Thema um als noch vor ein paar Jahren. Auch an Lügdes Johannes-Gigas-Schule wird nicht übers Mobbing geschwiegen. Im Gegenteil: Mit „Fake – oder: War doch nur Spaß“ von Karl Koch ging auf dem Ramberg jetzt ein Theaterstück zum Thema über die Aula-Bühne. „Nicht zuletzt, um die Schüler einmal mehr mit dieser brisanten Problematik zu konfrontieren, buchte die Schule diese Aufführung“, berichtet Heike Ufkes. Denn die Pädagogin weiß, dass das „brandheiße“ Thema „auch an der Johannes-Gigas-Schule immer wieder zu Streitigkeiten und Konflikten führt“.

Allerdings war das Stück nicht die erste Annäherung an das Problem. „Bereits seit mehreren Jahren sensibilisiert schwerpunktmäßig der Fachbereich Religion die Mädchen und Jungen für die Themen Cyber-Mobbing und Medienkompetenz“, so Ufkes weiter.

Und die Lehrerin zeigte sich beeindruckt von den Leistungen der Schauspieler. Manuela Weirauch und Alexander Abramyan vom Berliner Tournee-Theater „Radiks“ hätten es mit ihrer Spielweise, aber auch mit der gut verständlichen Geschichte um eine von vermeintlichen Freunden gequälte 17-Jährige geschickt verstanden, die Siebt- und Achtklässler in ihren Bann zu ziehen. Die beiden Akteure verkörperten alle Charaktere und fungierten zugleich als Erzähler, die das Geschehen aus späterer Sicht reflektierten.

Im anschließenden Gespräch empfahlen die Schauspieler ihren jungen Zuschauern, vorsichtig mit der Preisgabe persönlicher Daten im Netz zu sein und forderten sie schlicht auf: „Achtet auf Euch!“red



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