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Bankgesellschaft stellt neue Bedingungen

Mittlere Straße 56: Die Hängepartie geht vorerst weiter

Lügde (jl). Jetzt liegt der von der Kreisverwaltung veranlasste Abriss des alten Fachwerkhauses in der Mittleren Straße 56 schon zehn Monate zurück – und noch immer türmt sich hinterm Bauzaun der Schutt. Dieser Anblick dürfte in allernächster Zeit auch nicht schöner werden – dabei sollte der Kauf des Areals durch die Stadt doch längst unter Dach und Fach sein.

veröffentlicht am 24.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:41 Uhr

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Entsprechend genervt und ratlos ist derzeit Günter Loges. „Ich bin mit meinem Latein am Ende“, sagt Lügdes Bauamtsleiter. Vor wenigen Tagen noch war er davon ausgegangen, dass das Unternehmen, auf dessen Namen das Grundpfandrecht eingetragen ist, die Löschung der Schulden bewilligen würde, mit denen das Grundstück belastet ist. Doch nun hat diese Gesellschaft der Stadtverwaltung vorläufig einen Strich durch die Rechnung gemacht.

„Der Vertrag ist längst ausgearbeitet“

„Dabei waren wir uns mit der Grundstücksbesitzerin, ihrem Anwalt und der Gesellschaft einig. Der Vertrag ist längst ausgearbeitet“, so Loges. Nun aber habe die Zen-trale des Unternehmens plötzlich umdisponiert. „Sie haben ihre Zustimmung abhängig gemacht von einer Entscheidung über eine andere Immobilie der Besitzerin“, sagt Loges, der in dieser Angelegenheit jedoch völlig außen vor ist, weil das betreffende Haus gar nicht in Lügde steht.

Allerdings will sich die Stadtverwaltung nach seinem Bekunden nun nicht aufs Warten verlegen. Denn dann würden garantiert wieder Monate vergehen, in denen der Schutt die Nachbarn nervt und aufmerksame Besucher irritiert. „Wir werden mit der Kreisverwaltung über die Möglichkeit einer weiteren Ersatzvornahme sprechen“, schätzt der Bauamtsleiter mit Blick auf den Schutthaufen.

Jetzt ist wieder Gefahr im Verzug

Ergebnis einer Ersatzvornahme war im Mai 2008 der Abriss des instabilen Gebäudes gewesen. Den ordnete damals die Kreisverwaltung, weil Gefahr im Verzug war. Und sie trug auch die Kosten – in der Hoffnung, dass die Besitzerin irgendwann dafür aufkäme.

Glücklich sind auch Lügdes Politiker nicht mit der Situation. Als die jüngste Entwicklung im Rathaus noch nicht bekannt war, erklärte Kämmerer Heinz Reker während der letzten Hauptausschusssitzung auf Nachfragen, man rechne in diesen Tagen mit dem endgültigen Okay der Bank. Jürgen Hundertmark (FWG) machte daraufhin seiner Enttäuschung darüber Luft, „dass wir schon monatelang hören, dass sich was bewegt.“ Und SPD-Fraktionschef Jörg Eickmann sah auf dem Grundstück „Gefahr im Verzug“. Anzunehmen also, dass aus den Reihen der Ratsmitglieder niemand etwas dagegen hat, wenn das Bauamt nun erneut mit dem Kreis verhandelt, um die Hängepartie in absehbarer Zeit zu einem Abschluss zu bringen.



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