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Wie Jugendliche in Kirchen für die Hilfsorganisation „Nangina“ sammeln

„Mitleid ist zu wenig“

Falkenhagen/Sabbenhausen (heb). Dass Kinder in den Armutsregionen Ostafrikas, Mittelamerikas und Indiens zur Schule gehen können und kranke Menschen vom Arzt behandelt werden – dafür setzen sich die Ehrenamtlichen von „Nangina“ seit nunmehr 29 Jahren ein. Was diese Hilfsorganisation von anderen unterscheidet, ist die aktive Werbung durch Jugendgruppen in Gottesdiensten. An jedem Wochenende sind in ganz Deutschland – von Sylt bis Bad Reichenhall – junge Menschen im Alter zwischen 9 und 20 Jahren im Einsatz und machen auf die Situation der Menschen in den inzwischen zwölf Projekten aufmerksam. Fast 100 Jugendliche sind viele Wochen im Jahr ehrenamtlich im Einsatz. Dabei werden die Gruppen immer wieder neu zusammengestellt, manche lernen sich erst vor Ort kennen. Seine Arbeit hat der Verein 1988 mit der Hilfe für ein 94-Betten-Krankenhaus im kenianischen Nangina begonnen, in dessen Einzugsgebiet 100 000 Menschen leben.

veröffentlicht am 18.06.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:21 Uhr

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„Mitleid erzeugen ist zu wenig“ – das Plakat am Altar soll die Besucher schon zu Beginn der Heiligen Messe in den katholischen Kirchen von Falkenhagen und Sabbenhausen ansprechen. Mit sechs Jugendlichen hat sich Friedhelm Ribberger, Leiter der Aktion, auf Einladung von Pfarrer Reinhold Schlappa und seiner Gemeinde aus Witten in den lippischen Südosten aufgemacht.

Mit selbst geschriebenen Texten wollen die Jugendlichen auf die Not aufmerksam machen, bauen in ihre Dialoge auch gleich typische Aussagen und Vorurteile zum Thema ein. Drei Sprechrollen gibt es in einem kurzen Stück, und jede von ihnen verkörpert eine andere Position. Es gibt den miesepetrigen Skeptiker, der nicht einsieht, warum er helfen soll. Ein Zweiter versucht, mit schlüssigen Argumenten zu überzeugen. Und ein Dritter, Unentschlossener lässt sich schließlich überzeugen. Fotos stellen die Armut und die unsäglichen Lebensbedingungen in den Projektländern dar. „Wir möchten zum Nachdenken anregen – und natürlich auch zum Spenden“, sagt Ribberger. Das Sammlungsergebnis von 464,65 Euro in Falkenhagen und Sabbenhausen nennt er „überaus erfreulich“. Zudem kann er sich über jede Menge gespendeter Brillen und Briefmarken freuen. heb



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