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Jan Meier – DJ, Equipmentmanager und Bandbetreuer

Mit einer Stereoanlage fing alles an

LÜGDE. Wie die Jungfrau zum Kind? Ganz so unverhofft ist Jan Meier nicht zu seiner Karriere als – ja was eigentlich – DJ, Equipmentmanager, Bandbetreuer – gekommen.

veröffentlicht am 03.06.2016 um 20:14 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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„Es fing eigentlich alles damit an, dass ich eine neue Stereoanlage wollte“, erinnert er sich noch genau, als er im Jahr 2007 eine Partyanlage günstig erworben hat, die aber schon richtig „fett“ war. „Bald darauf waren schon die ersten Anfragen aus dem Bekanntenkreis da: ‚Kannst du die Anlage nicht bei mir auf der Geburtstagsparty aufbauen?‘“ Klar konnte er. Und wollte er auch. Machte ja Spaß. „Ein halbes Jahr später hatte ich dann meinen ersten Scheinwerfer.“ Ein weiterer Meilenstein im künstlerischen Werdegang von Jan. „Denn ab da war ich von Licht infiziert.“ Licht auf den Partys zu inszenieren, macht ihm noch deutlich mehr Spaß, als am DJ-Pult für den Gute-Laune-Sound zu sorgen. „Dafür engagiere ich dann auch schon mal einen DJ.“ Oder ein DJ engagiert ihn. Damit er sein Equipment aufbaut, das dann der DJ nur noch bedienen muss. Aus dem Hobby wurde Profession Bis zum Herbst 2012 war es reines Hobby. „Da hab ich einfach im Freundeskreis die Partys beleuchtet und beschallt. Der Kreis der Interessenten hat sich immer weiter vergrößert und im September dann die Schallmauer durchbrochen: „Da hab ich dann gesagt, dass ich es gegen Geld mache und ein Gewerbe angemeldet.“ Die Partylaunigen waren auch bereit, zu bezahlen, und der Verdienst wurde in weitere Technik investiert. „Im Dezember habe ich dann meine erste große Zeltanlage erstanden.“ Und die gibt es auch schon nicht mehr, denn sie wurde Ende letzten Jahres durch etwas richtig Großes ersetzt. Jan Meier hat zum Beispiel schon beim Tag des Bieres der Allersheimer Brauerei mit seiner Anlage 1500 Gäste beschallen müssen. Meist ist es jedoch eine Nummer kleiner: Schützenfeste oder Hochzeiten oder wie neulich die Party zum 50-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr Lügde. Und das ist weit mehr als Party: „Ich bekomme höchst unterschiedlich formulierte Aufträge. Das fängt an bei: ‚Sorg für die Musik am Abend für 100 Gäste auf 150 Quadratmeter‘ bis hin zur detaillierten Beschreibung dessen, was gefordert ist.“ So kann Jan sogar die Technik für Bands aufstellen oder, wenn gewünscht, eine Spiegelkugel in geforderter Größe rotieren lassen. „Ich kann fast alles möglich machen.“ Mit einer Einschränkung: „An Laser-Shows habe ich mich noch nicht rangetraut. Da ist mir einfach das Risiko zu groß.“

Wenn Jan dann weiß, was gewünscht ist, geht’s an den Aufbau. Strippen ziehen und alles verstöpseln: „Ich habe rund vier Kilometer Kabel in meinem Lagerraum“, hat Jan überschlagen. Damit muss nicht nur der Strom zu allen Geräten geführt werden, vor allem müssen die Steuergeräte mit allen Modulen verknüpft sein, damit am Abend der DJ seinen Arbeitsplatz optimal bedienen kann. So hat DJ Hupka verraten, dass er mit USB-Stick, Laptop und gegebenenfalls sogar mit ein paar CDs anreist. Auf alles muss zugegriffen werden können. Er muss Mikrofone in die Klangwelten einbinden können und in der Lage sein, alles individuell auszusteuern. Die Lightshow muss ebenfalls zentral gesteuert werden können – ebenfalls mithilfe von Laptops, auf denen auch Presets (elektronisch, elektromagnetisch oder mechanisch gespeicherte Voreinstellungen von Parametern) abgespeichert sind. Da gibt’s im Vorfeld viel einzustellen und zu überprüfen. DJ Hupka, der auch schon auf Mallorca aufgelegt hat, war mit der Technik, die Jan Meier bei der Elbrinxer Jungschützenparty aufgebaut hatte, voll zufrieden: „Das Multimedia-Musikdeck mit dem Mixer zählt schon mit zum Feinsten.“ Da konnte er sich als DJ richtig austoben.

Die Zufriedenheit der Veranstalter, der Partygäste und auch derjenigen, die die Anlage nutzen, spricht sich natürlich herum. „So bekomme ich nun schon Aufträge aus einem Bereich von Bielefeld bis Höxter und von Hildesheim bis Steinheim.“ Und er steht auch schon in Kontakten mit mehreren DJs und Bands. So kann er bald ganze Komplettpakete anbieten, sodass der Veranstalter nur noch erklären muss, wie viele Gäste auf welche Musik stehen – und was er bereit ist, dafür zu zahlen.

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„Vollzeit? Natürlich würde ich das gerne hauptberuflich machen“, versichert der 22-Jährige, gibt aber zu bedenken, dass das Ganze sehr von Trends lebt. „Deshalb bleibe ich momentan zumindest noch auf der sicheren Seite und schließe meine Meisterschule als Agrarbetriebswirt ab.“



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