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Hilfe für Schüler im schweren Elektro-Rollstuhl / Spezieller Aufzug bringt zum Fachraum

Mit der „Raupe“ ins Obergeschoss

LÜGDE. Paul Trompeter hatte sichtbar seinen Spaß, als er am Donnerstag an seinem ersten Schultag in der Johannes-Gigas-Schule in Lügde mit einer sogenannten Raupe die Treppe hinauf ins Obergeschoss befördert wurde. Paul, der gerade in die fünfte Klasse gekommen ist, ist auf einen Rollstuhl angewiesen.

veröffentlicht am 31.08.2017 um 19:40 Uhr

Paul freut sich: Ein spezieller Aufzug transportiert ihn im Rollstuhl ins Obergeschoss der Johannes-Gigas-Schule in Lügde. Seine Klassenkameraden sperren derweil den Bereich ab. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Und da das Schulgebäude über keinen Aufzug verfügt, musste sich die Stadt als Schulträger etwas einfallen lassen, denn Paul sollte nicht aus seinem Freundeskreis herausgerissen werden, mit dem er bereits die ersten vier Schuljahre in Rischenau absolviert hatte. „Natürlich liegt sein Klassenraum im Parterre.“ Schulleiter Uwe Tillmanns gab allerdings zu bedenken, dass manche Fachräume eben im Obergeschoss der Schule liegen.

Um die zu erreichen, bekam die Johannes-Gigas-Schule nun eine Raupe, auf die Paul mit seinem schweren Elektro-Rollstuhl fahren kann, während sie ebenerdig steht. Der Rollstuhl wird dann auf der Plattform festgezurrt und nach hinten gekippt. Dann kann seine Integrationsbegleiterin Regina Halling die Raupe starten, sie krallt sich in die Treppenstufen und fährt dann mit ihrem Fahrgast entweder rückwärts nach oben oder vorwärts nach unten.

Und während Paul die große Treppe in die nächste Etage fährt, haben seine Schulkameraden die wichtige Aufgabe, die Treppe sowohl unten als auch oben abzusperren und keine anderen Schüler durchzulassen, damit kein Unfall auf der Treppe passiert. Auch das wurde bereits am ersten Schultag fleißig geübt und die Fünftklässler verteidigten den Transportbereich mit vollem Engagement, sehr zum Verdruss einiger weniger Großen, die den kleinen Umweg über die andere Treppe gar nicht einsehen wollten. Die allermeisten fanden es aber toll, dass Paul nun voll mit dazugehört. Und auch die Eltern Volker und Simone Trompeter hatten Spaß daran, wie die Schüler gemeinsam mit Paul das Abenteuer Raupe zu genießen.

Ein nicht namentlich genannter Sponsor finanzierte die „Raupe“, deren Neupreis mit 13 000 Euro zu Buche schlägt. Intensive Unterstützung kam aus dem Lügder Rathaus, wo sich Walter Schrader, zuständig für die Schulen, in dieser Sache unermüdlich engagierte.



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