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Sehenswertes Theaterstück: Gigas-Schüler erkunden spielerisch die Zukunft der Schule

Mit dem Cyberknopf ins Jahr 2050

Lügde. Was passiert, wenn der Hausmeister der Schule heimlich im Keller eine Zeitmaschine baut und sich Schüler hineinschleichen, um den „Cyber-Knopf für 2050“ zu drücken? „Die Zeit liegt in meiner Hand“, erkennt der Hausmeister und dann geht die Reise der 130 Zuschauer in die Zukunft los. Mit der Hilfe des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule“ und der Detmolder Theaterpädagogin Christel Brüning stellten 15 Schüler der Gigas Schule und Lehrerin Cornelia Reuter ein äußerst sehenswertes und herausragendes Theaterstück auf die Beine.

veröffentlicht am 09.02.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:41 Uhr

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Autor:

Claudia Guenther
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In dem selbst erarbeiteten und geschriebenen Stück der Schüler „Zukunft der Schule– Schule der Zukunft“ zeigen die Sechstklässler auf der Bühne der Aula. wie sie sich die Schule, das Lernen und das Leben im Jahr 2050 vorstellen. „Wir haben uns viel besser kennengelernt und einander geholfen“, berichtet Cara Pauline Buschhard über die zweiwöchige Arbeit an dem Zukunfts-Thriller.

Wie sieht es aus, wenn wenn sich in der Zukunft Mädels von Jungs mit dem Auto zur Schule fliegen lassen? „Wir haben zusammen Lügde gemalt“, sagt Hanna Kelm und guckt dabei ihre Mitschauspielerin Cara Pauline an. Auf dem Bild ist die rote Mensa gut zu erkennen, zu der das Auto auf der großen Leinwand der Bühne fliegt. Das Bühnenbild besteht aus einem großen weißen Stoffvorhang, auf den von hinten die fantasievollen Bilder projiziert werden.

Der Keller des Hausmeisters hinterlässt einen geheimnisvollen Eindruck, weil der Raum als farbiges Schattenspiel gestaltet ist, in dem der Bastler und die Schüler sowohl auf der Bühne in der Jetztzeit auftreten, als auch hinter dem Vorhang, wo sich die Zukunft abspielt. Sphären-Klänge unterstreichen die Szenen, hinter dem Vorhang. Die Schüler spielten ihre Rollen glaubhaft und waren ganz und gar bei der Sache.

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Theaterpädagogin Brüning lobte das außerordentlich konzentrierte und kreative Arbeiten der Schüler, zu dem auch Sprachübungen und Techniken gehörten, denn Profis gehen nicht mit einem Mikrofon auf die Bühne, betont sie. Immer wieder forderte sie das laute Sprechen der Jugendlichen und lacht, „die Kinder konnten es nicht mehr hören“. Doch sie hatte Erfolg damit, denn die Schauspieler sprachen ihre Rollen sicher und gut verständlich.

In der Zukunft stellen sich die Schüler das Lernen allerdings einfacher und ohne lästiges Vokabel-Büffeln vor. Dort teleportieren sie in die Schule, bekommen einen Helm auf und der „Lernflow“ mit dem Lernprogramm startet. Anschließend können sie fließend Englisch sprechen, Einradfahren und Formeln auswendig aufsagen.

Die phantasievollen sciene-fiction artigen Theaterszenen, mit beeindruckenden Bühnenbildern und tollen Kostümideen bleiben hoffentlich nicht in der Schublade liegen. Denn wie Mädchen und Frauen in der Zukunft ihre Handtaschen programmieren, um an Männer zu kommen oder wohin Großeltern verschwinden, nachdem sie vom „Amt für Altenangelegenheiten“ zu Kaffee und Kuchen eingeladen werden, das ist äußerst sehenswert!

Den zweiten Teil der Theateraufführung gestaltete die Lehrerin Brigitte Bergmann mit der Schulband, der Keybord-Arbeitsgruppe und der Akrobatik-Arbeitsgruppe und zeigten ihr Können.

Der „Lernflow“ in Schule sowie am Arbeitsplatz der Zukunft wird Schülern wie Fabrikarbeitern über Helme eingegeben.cg

Vom „Amt für Altenangelegenheiten“ zu Kaffee und Kuchen eingeladene Senioren erwartet Ungeahntes.cg



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