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Lügde soll Beitrag zur Reduzierung des Schadstoffausstosses leisten

Masterplan für Klimaschutz vorgestellt

LÜGDE. „Der Kreis Lippe hat sich auf den Weg gemacht, der Klimawende zu begegnen. Er verpflichtet sich, seine Treibhausgasemissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber 1990 zu senken und den Endenergieverbrauch im gleichen Zeitraum zu halbieren.“ So steht es auf der Internetpräsenz „klimapakt-lippe.de“. Und so stellten der Fachgebietsleiter des Kreises für Immissionsschutz, Klimaschutz, Energie und Bodenschutz, Olrik Meyer, und sein Mitarbeiter Markus Herbst, den Mitgliedern des Lügder Ausschusses für Stadtentwicklung, Planen und Bauen einen Masterplan für den Klimaschutz vor.

veröffentlicht am 17.01.2017 um 19:47 Uhr

Der Kreis Lippe ist eine von 22 Modellkommunen bundesweit, die sich verpflichtet haben, die Treibhausgasemissionen bis 2050 erheblich zu senken. Auch in Lügde sollen die Bürger für den Klimaschutz sensibilisiert werden.Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Knapp 20 Jahre nach dem Beschluss des Kyoto-Protokolls und zwei Jahre nach der Klimakonferenz in Paris kommt der Kreis jetzt richtig in Schwung und wird als eine von 22 Modellkommunen bundesweit in den nächsten drei Jahren Maßnahmen entwickeln, die dann von den restlichen Kommunen direkt übernommen werden können. Da sitzt natürlich Lügde mit im Boot. „Deshalb soll auch hier eine Akteursstruktur auf- und ausgebaut werden, die den Energie- und Klimaschutzprozess dauerhaft absichert“, erklärt Meyer das Ziel des Masterplans. Dabei findet er besonders spannend, dass auch Hameln-Pyrmont zum Kreis der Vorreiter in Sachen Klimaschutz gehöre.

Es gebe viele förderliche Prozesse, die nur anzustoßen seien, deren Nebeneffekt dann eine Reduzierung von Treibhausgasen seien. Meyer nannte als Beispiel das Radfahren: „Das individuelle Ziel des Akteurs ist hier seine Gesundheit und die Begleiterscheinung, dass kein Sprit verbraucht werde. So gibt es eine ganze Reihe von Verbesserungen im Alltag, die als Konsequenz dann auch den Umweltschutz betreffen.“ Dazu zählte er eine ganze Reihe von Bereichen wie Attraktivität von Wohnbezirken steigern, Gesundheit durch Ernährungsumstellung und Radfahren verbessern und auch das Verbessern des Nachbarschaftsklimas durch gemeinsame Nutzung von Kleinkraftwerken und gemeinschaftliches Handeln, um Kosten zu sparen. Fahrspaß durch E-Mobilität wurde genauso angesprochen wie der öffentliche Nahverkehr und die Steigerung der Lebensqualität durch Tausch von Haushaltsgeräten.

Meyer stellte dem Ausschuss jede Menge Arbeitsziele vor, wie Analyse von Vorhandenem, Herstellung von Verknüpfungen, Entwicklung neuer Ideen und Umsetzen schon gedachter. Er wusste auch um die derzeitigen Hemmnisse, die letztendlich in den knappen Kassen begründet sind. Immerhin hatte Meyer Unterstützung anzubieten, personell und beratend. Unterstützung und Bündelung bei Förderungen, gemeinsame Projektorganisation und ein Budget für Öffentlichkeitsarbeit. So soll beim Lügder Zickenmarkt am 13. und 14. Mai ein Marktstand für den Klimapakt geworben werden. Denn es sollen die Bürger sensibilisiert werden, sich für den Klimaschutz zu engagieren. Ebenso sollen die Unternehmen erkennen, was sie für Vorteile aus dem Klimapakt ziehen können, Internet- und Facebook-Präsenzen sollen locken und Selbstverpflichtungen zu klimabewusstem Handeln erbringen.

Auf Anfrage von Ausschussmitglied Torsten Klinge (CDU), ob in diesem Zusammenhang die Radweganbindung der Kern- mit der Südstadt vorangetrieben werden kann, klang es dann allerdings schon wieder ausweichend: „Natürlich werde ich Sie darin unterstützen können, versprechen kann ich jedoch nichts“, lautete die Antwort.



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