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Warum die Fläche zugepflastert ist / Fahrbahn ab nächster Woche als Einbahnstraße frei?

Marktplatz erstmal ohne Brunnen

Lügde. „Mitte nächster Woche werden wir wohl fertig“, schätzt Michael Schake. Dabei lässt der Polier des Straßenbau-Unternehmens Immig den Blick kurz über den Lügder Marktplatz schweifen. Ab nächster Woche soll die Fahrbahn am Marktplatz dann wieder für den Autoverkehr freigegeben werden – als Einbahnstraße in Richtung Vordere Straße.

veröffentlicht am 19.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 08:55 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Momentan aber arbeiten die Pflasterer der Firma Mund noch an Details: Direkt vor den Fachwerk-Fassaden gegenüber dem Rathaus gilt es, die Sockel der drei modernen, tagsüber sehr dezenten neuen LED-Straßenlampen sowie der sieben im Boden versenkten Strahler zu umpflastern. Weitere vier Boden-Spots finden sich in den künftigen Pflanzflächen mit den sechs übrigen Marktplatz-Bäumen darin.

„Interessant“, ist ein Kommentar, den die mit der Lampen-Umrandung beschäftigten Mund-Mitarbeiter in den vergangenen Tagen schon mehrfach gehört haben. Und, in der Tat: Die Beleuchtung sieht zwar ganz anders aus als die historisierenden Modelle anderswo. Und doch gelingt es an dieser Stelle eine funktionierende Symbiose aus Alt und Neu. Die im Rathaus angekommenen Reaktionen dazu nennt Clemens Rohr aus dem städtischen Bauamt denn auch „im Großen und Ganzen positiv“. Sofern Anwohner sich wegen eventueller Probleme mit der Ausleuchtung im Rathaus meldeten, „sind wir gesprächsbereit“, versichert der Ingenieur. In solchen Fällen lasse sich der Strahl der Lampen durch Verblendungen umleiten.

Derweil wird der Job der Pflasterer zunehmend kleinteiliger: Immer wieder werden Steine zum Füllen der Pflaster-Lücken passend gesägt. Denn die großen Flächen sind fertig; der Platz ist fast komplett zu.

2 Bilder

Doch, wieso eigentlich? Sollte da nicht auch noch der Ziegenbrunnen hin? Oder hat man sich im Rathaus plötzlich von der tierischen Deko verabschiedet? Die aktuelle Optik passt jedenfalls kaum zu einer Aussage von Günter Loges: Lügdes Bauamtsleiter hatte kürzlich erklärt, die Einfassung für das Wasserspiel schon einmal setzen zu lassen, obwohl die Brunnen-Bronzen noch einige Monate brauchen. Dass es nun anders gekommen ist, erklärt Clemens Rohr so: „Wir wollten nicht so lange ein offenes Loch lassen.“ Weil das Brunnenfundament im Auftrag zur Platz-Gestaltung nicht enthalten gewesen sei, hätte Immig eigens ein Subunternehmen beauftragen müssen. Nun werde der Brunnen-Part extra ausgeschrieben, „und wir haben Ordnung auf dem Platz“, so Rohr, der dabei auch den Osterräderlauf im Blick hat. Die Steine aufzunehmen, sei keine große Arbeit, wenn der Brunnen in einem Zug gebaut werde.

Hinzu kommt: Der für die Beckenumrandung ausgesuchte Sandstein muss, nachdem er aus dem Steinbruch geholt wird, erst noch trocknen, bevor er verarbeitet werden kann.

Die Kosten für die Umgestaltung von Markt- und Kirchplatz hatten die Planer im Frühjahr 2013 mit allem Drum und Dran auf eine knappe Million Euro geschätzt. Der aktuelle städtische Haushalt weist hier für die Jahre 2013 und 2014 Ausgaben von 1,15 Millionen Euro aus. 30 Prozent dieser Summe muss die Stadt aufbringen, der Rest soll aus Städtebau-Fördermitteln des Landes NRW kommen. Eingegangen sind davon bisher 350 000 Euro.

Erstmal ohne Brunnen: Lügdes Marktplatz ist fast komplett gepflastert und soll nächste Woche fertig werden. jl

Derzeit wird noch die Umgebung der neuen Marktplatz-Lampen gepflastert (links). Im Dunkeln leuchten die drei LED-Strahler sowie sieben Bodenstrahler die Fläche wirksam aus. jl, et



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