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Gedenken an der Höxterstraße

Mahnwache am neuen Ehrenmal

LÜGDE. Es waren viele Lügder am Sonntagnachmittag an die Höxterstraße gekommen, um der Toten des vor 100 Jahren beendeten Ersten Weltkriegs zu gedenken und das umgestaltete Ehrenmal einzuweihen.

veröffentlicht am 11.11.2018 um 18:06 Uhr

Aufstellung zum Gedenken der Opfer des Ersten Weltkriegs Foto: yt
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Autor

Carlhermann Schmitt Reporter
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„Ich hatt‘ einen Kameraden“ – zu den bewegenden Klängen des Blasorchesters der Stadt Lügde senkten die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr, die auch die Mahnwache stellte, des Schützenvereins, der Kolpingsfamilie und des Heimat- und Museumsvereins ihre Fahnen, während sich Bürgermeister Heinz Reker vor den Namen der Gefallenen verneigte.

Es waren viele Lügder an die Höxterstraße gekommen, um der Toten des vor 100 Jahren beendeten Ersten Weltkriegs zu gedenken und das umgestaltete Ehrenmal einzuweihen. Auf Initiative von Josef Hoppenstock und Josef Huppertz vom Heimat- und Museumsverein und durch Spenden unterstützt, wurden 13 Bronzetafeln für 12000 Euro angefertigt, auf denen die aktualisierte Liste mit den Namen der dem Krieg zum Opfer gefallenen Lügdern steht. Ein Glücksfall sicherte der Stadt die Originalstatue „Die Trauernde“ aus der Gussform, der auch die Bronze entstammte, die bis 1943 auf dem Sockel stand. Nachdem eine Lemgoer Familie auf den Wunsch der Lügder durch einen Zeitungsartikel aufmerksam geworden war, überließen sie die Figur den Lügdern für den geringen Betrag von 3000 Euro.

In seiner Rede verdeutlichte der evangelische Pfarrer Holger Nolte-Guenther, das Perverse des Krieges: „Da wurde im letzten Weltkrieg eine Mahnfigur zu Kanonenkugeln umgeschmolzen.“ Die katholische Gemeindereferentin Claudia Henke wünschte sich und der Welt den umgekehrten Weg: „Schwerter zu Pflugscharen“. Und dass es endlich gelingen möge, politische Konflikte fernab von Schlachtfeldern zu lösen.



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