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60 000 Euro Überschuss

Lügdes Haushalt bietet mehr als eine „schwarze Null“

LÜGDE. Was das Geld angeht, ist die Emmerstadt derzeit recht fein raus: Während die roten Zahlen anderen Städten die Luft abschnüren und schon zur Finanzierung der laufenden Pflichtausgaben neue Schulden aufgenommen werden müssen, können die Lügder sogar mehr als eine „schwarze Null“ unter ihren Haushalt schreiben.

veröffentlicht am 22.02.2018 um 22:01 Uhr

Bis 2022 könnte die Sanierung der Johannes-Gigas-Schule laut Prognose 14,5 Millionen Euro kosten. Die konkrete Summe errechnet aber erst der Generalplaner. Foto: yt
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Einnahmen und Ausgaben halten sich nicht nur die Waage. Kämmerer Hans-Jürgen Wigge hat den für Ende 2018 auf dem städtischen Guthabenkonto zu erwartenden Überschuss am Mittwoch sogar noch leicht nach oben korrigieren können: von vorher 40 000 auf nun 60 000 Euro, trotz der neuen Stadtmanager-Stelle. Denn die Wirtschaft boomt, die Steuereinnahmen sprudeln und die Zinsen sind noch immer niedrig.

Kein Wunder also, dass der Rat den Haushalt am Mittwoch letztlich einstimmig verabschiedet hat.

Das Haushaltsvolumen beziffert Wigge auf knapp 25,9 Millionen Euro. Aktuell hat die Stadt rund 2,7 Millionen Euro Eigenkapital auf der hohen Kante. Dieser Summe stehen in der Bilanz langfristige Schulden von knapp 13,8 Millionen Euro gegenüber. Ende dieses Jahres wird diese Summe aber voraussichtlich auf rund 16 Millionen Euro anwachsen. Denn Lügde steckt bekanntlich in den Startlöchern für ein Projekt, vor dessen Ausmaß alle anderen Wünsche bescheiden scheinen – und nach Überzeugung der Verwaltungsspitze in den Hintergrund treten müssen: die umfassende Sanierung der Johannes-Gigas-Schule und ihr Ausbau zu einem „Kultur- und Bildungscampus“.

Die Gesamtkosten für die Runderneuerung werden derzeit auf etwa 14,5 Millionen Euro geschätzt. In einem Vorentwurf stehen zwar nur rund 11 Millionen Euro. Aber innerhalb der bis zum Jahr 2022 erwarteten Bauzeit kalkuliert man im Rathaus schon jetzt sicherheitshalber die eine oder andere zu erwartende Kostensteigerung ein.

Erfreulich immerhin für Lügde: Die Stadt muss die Mammutaufgabe nicht allein zahlen. Aus dem Städtebau-Fördertopf des Landes Nordrhein-Westfalen bekommt sie schonmal rund 4,7 Millionen Euro dazu. Und wahrscheinlich steigen die Zuschüsse um weitere rund 2,5 Millionen Euro. Voraussetzung: Dem Land erscheint das Klimaschutz-Konzept für den Umbau als würdig für ein „Klimatikum“.

Hinzu kommt das Landesprogramm „Gute Schule 2020“, aus dem noch einmal 812 000 Euro in die grundlegende Erneuerung des Schulzentrums fließen.

So könnten sich die zu erwartenden Zuschüsse letztlich auf rund 8,08 Millionen Euro summieren – was den städtischen Eigenanteil auf rund 5,8 Millionen Euro abschmelzen dürfte.

Nach Abschluss des EU-Vergabeverfahren für die Beauftragung eines Generalplaners soll der laut Zeitplan eventuell schon im nächsten Quartal, aber spätesten im Sommer mit der konkreten Projektierung loslegen können. Erst, wenn die fertig ist, wird die bisherige Kosten-Prognose konkreter.

Bleibt noch die Ramberg-Sporthalle: Sie energetisch zu sanieren und barrierefrei umzubauen, könnte weitere knapp 3,6 Millionen Euro kosten. Hier hofft die Stadt auf 70 Prozent Fördergeld in Höhe von knapp 2,3 Millionen Euro. Ginge auch diese Rechnung auf, dann würde der Lügder Eigenanteil auf knapp 1,3 Millionen Euro schrumpfen. Wann dieser dann wohl letzte Bauabschnitt auf dem Ramberg umgesetzt werden kann, ist allerdings bisher nicht klar. Noch hat die Stadt keinen Förderantrag für diesen Zuschuss gestellt.



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