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Lügder Sekundarschule öffnete ihre Türen

LÜGDE. Längst hat sich der „Tag der offenen Tür“ der Johannes-Gigas-Schule zu einem Treffpunkt der ehemaligen Schüler gemausert und ist bei vielen fest im Jahreskalender verankert. Auch ehemalige Lehrkräfte lassen es sich nicht nehmen und demonstrieren ihre Verbundenheit mit der alten Wirkungsstätte.

veröffentlicht am 06.12.2017 um 18:13 Uhr

Dicht umlagert waren die Stände der einzelnen Gruppen. Foto: pr

Doch eigentlich ist er gedacht und gemacht für die Viertklässler und ihre Eltern, die sich im kommenden Frühjahr für eine weiterführende Schule entscheiden müssen. Welche Vorteile bietet die Sekundarschule? Welche Besonderheiten zeichnet sie aus? Muss mein Kind Französisch wählen, um später einmal in eine gymnasiale Oberstufe wechseln zu können? Antworten auf diese und viele weitere Fragen konnten sich die Eltern während der Begrüßung und in Einzelgesprächen von Schulleiter Uwe Tillmanns holen. „Es heißt nicht Sekundarschule oder Abitur, sondern Abitur nach acht oder neun Jahren“, war die zentrale Aussage des Schulleiters, der damit deutlich machte, dass einem Sekundarschüler alle schulischen Abschlüsse offen stehen.

Anschließend machten sich die Gäste auf, die mögliche neue Schule zu erkunden: In den zurückliegenden Tagen hatten Lehrkräfte und Schüler in insgesamt 26 Projektgruppen fleißig gewerkelt, gebastelt, erkundet oder gekocht und präsentierten jetzt gemeinsam die Produkte: Die AG „Musik-Musik“ hatte bereits die Auftaktveranstaltung umrahmt. Dort wurden die Gäste von mehreren Schülern in ihren Muttersprachen begrüßt.

Ob Roboter aus Lego gebaut und programmiert wurden, schön anzusehende Holzexponate, physikalische Experimente, Zaubertricks, Drachen oder selbst hergestellte Kosmetikprodukte gezeigt wurden – vieles entlockte den staunenden Besuchern ein „Oooh“ oder „Aaah“. Hingucker waren auch die kunstvoll gestalteten Holzpaletten und alte Blechdosen, aus denen Kerzenhalter und andere nützliche Dinge entstanden sind. Das „Filzen mit der Nadel“ konnte jeder, der wollte, ausprobieren und sich danach vielleicht noch ein Tiergesicht schminken lassen oder beim Spielemarathon Ausdauer und Geschick beweisen. Eine anmutige Sportshow präsentierten 19 Mädchen in der Sporthalle: Sie führten ihre Bodenturnübungen nach eigener Choreographie vor und ernteten dafür viel Applaus von der Tribüne. Auch Basketball- Korbwürfe und Hockey wurden vorgeführt.

Bodenturnübungen wurden in der Sporthalle präsentiert. Foto: pr
  • Bodenturnübungen wurden in der Sporthalle präsentiert. Foto: pr

Wer zwischenzeitlich Hunger und Durst verspürte, konnte gegen eine Spende eine Kartoffelsuppe oder den echten Lippischen Pickert probieren oder von selbst hergestellter Schokolade naschen.

Einen Einblick in die ab Klasse 8 wählbare Sprache Spanisch konnte man bei spielerischen Aufgaben bekommen und die teils sehr originellen Ergebnisse des „kreativen Schreibens“ – Bestandteil des Deutschunterrichts – in der Bücherei bewundern.

Nach all diesen Darbietungen, Mitmachaktionen und neuen Eindrücken war der Besuch in der Mensa eine willkommene Auszeit. Das Förderkreisteam um die frisch gewählte Vorsitzende Anja Hasse hatte wieder mit viel Engagement und Liebe an das leibliche Wohl der Gäste gedacht und damit die eigene Kasse – zum Wohle der Schüler – wieder eine wenig aufpolstern können.

Die Johannes-Gigas-Schule hat sich am Tag der offenen Tür in ihrer ganzen Vielfalt sehr vielversprechend der Öffentlichkeit präsentiert. red

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