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Zwei neue Kalender für 2013

Lügder Idyllen kommen bei Kunden gut an

Lügde (jl). Totgesagte leben länger: Nachdem in Zeiten smarter Mobiltelefone und digitalen Terminverwaltung so mancher die klassischen Papier-Kalender schon abgeschrieben hatte, erleben sie zumindest in Lügde aktuell eine neue Hoch-Zeit: Der große, von der „Arbeitsgemeinschaft „Historische Stadtkerne“ herausgegebene Denkmal-Kalender ist im Lügder Rathaus erstmals seit Jahren längst vergriffen, und es gibt weitere Kalender – sogar in Lügde produziert.

veröffentlicht am 15.12.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:21 Uhr

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Josef Huppertz, der schon mehrfach Kalender mit eigenen, digital gestalteten Fotos herausbrachte, hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit geratene Lügder Künstler und ihre Werke ans Licht zu bringen. So widmete er dem Lügder Maler Georg Stephan (1912 bis 1978) einen Kalender. Herausgeber sind dessen Sohn Horst Stephan und seine Frau Hannelore, die das Uhrmachergeschäft des Vaters weiterführt.

Georg Stephan hielt vor allem Stadtansichten von Lügde, aber auch die Landschaft der näheren Umgebung in seinen Ölbildern, Aquarellen und Rötelzeichnungen fest – stand sie doch in großem Kontrast zu seiner industriell geprägten oberschlesischen Heimat. Dabei ließ er sich auch von schlechtem Wetter nicht abschrecken. Bei Regen zog er eben mit dem Schirm zum künstlerischen Arbeiten in der Natur los. Auf das Malen kam der Uhrmacher übrigens in Paris, wo er während des Zweiten Weltkriegs als Soldat im Einsatz war.

Gedruckt wurde der Farbkalender im Großformat 30 mal 42 Zentimeter. Der Verkaufspreis beträgt 19,80 Euro. „Das ist in etwa der Selbstkostenpreis“, sagt Huppertz, der den Kalender bis zur fertigen Druckvorlage unentgeltlich erstellt hat.

Horst und Hannelore Stephan mit einem Exemplar des Kalenders mit Arbeiten von Georg Stephan.

Verkauft wird er in den Lügder Papierwarengeschäften und im Geschäft der Familie Stephan, Am Markt.

Erstmals unter die Kalendermacher ist indes Eva Thiele gegangen. „Ich habe schon eine Weile lang immer wieder Fotos von Lügde gemacht“, sagt die selbstständige Mediengestalterin. Die Idee zum eigenen Kalender reifte schließlich in Gesprächen mit Lügdes Marketing-Fachkraft Carolin Nasse.

Und jetzt ist Eva Thiele vollkommen überrascht vom Erfolg ihres Din-A4-Kalenders. „Die erste Auflage war nach wenigen Wochen schon vergriffen. Mit einem solchen Erfolg hatte ich nicht gerechnet“, sagt sie.

Als Motive hat sie sowohl Stadtansichten als auch Landschaftsaufnahmen ausgewählt. So ziert etwa ein Blick auf den Emmerauenpark das Titelblatt und die Juni-Ansicht. Andere Motive sind die Stadtmauer im Schnee, die Vorbereitungen zum Osterräderlauf, aber auch die Apfelblüte in den Emmerwiesen, der zum Erntedankfest reich dekorierte Altarraum der Kilianskirche, eine Ansicht aus der Vorderen Straße oder der Eschenbach in der Meinte.

Eva Thieles Lügde-Kalender kostet 7 Euro und ist erhältlich im Büro der Lügder Tourist-Info im Rathaus, im Café Liuhidi, in der Blumendiele Schlieker, dem Schreibwarengeschäft Rellin sowie bei Eva Thiele in der Vorderen Straße 10.



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