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Lippischer Heimatbund reicht Aufnahme ein – und die ziert jetzt den Weihnachtsgruß des Riesen-Verbandes BHU

Lügder Foto-Idylle für die ganze Republik

Lügde. Noch zählt die Emmerstadt mit ihrem Osterräderlauf nur zu den Anwärtern auf einen Platz in der Unesco-Kulturerbe-Liste. Bundesweite Aufmerksamkeit ist ihr aber bereits jetzt sicher: 750 Adressaten in ganz Deutschland können sich dieser Tage über ein Foto aus dem winterlichem Lügde in ihren Briefkästen freuen. Denn der 1904 gegründete „Bund Heimat und Umwelt“ (BHU) – er ist der Dachverband aller insgesamt 500 000 Mitglieder starken Heimat- und Bürgervereine in ganz Deutschland – illustriert seinen Weihnachtsgruß an Mitglieder, Partner, Freunde und Förderer in diesem Jahr mit einem idyllischen Lügde-Motiv. Wer keine Postkarte bekommt, erhält den Gruß samt Foto per E-Mail.

veröffentlicht am 19.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 09:16 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Die im Februar entstandene Aufnahme des ehrenamtlichen Heimatbund-Mitarbeiters Falko Sieker zeigt die Stadtmauer mit dem fast 800 Jahre alten Wehrturm im Winkel am alten Wall und davor die kleine Emmer. Der Schnee bedeckt Altstadtdächer und Grünflächen im Schein der milden Wintersonne wie Puderzucker.

„Wir sind total stolz darauf, dass dieses Foto ausgewählt wurde“, sagt Heimatbund-Geschäftsführerin Yvonne Hübner in Detmold. „Als aus Bonn die Anfrage nach einem Kartenmotiv zum Thema ,Historische Grenzen’ kam, haben wir das gleich abgeschickt.“

Falko Sieker freut sich natürlich auch, dass sein Foto so gut ankam. Gleichwohl empfindet der die per Weitwinkelobjektiv aufgenommene Ansicht als nicht typisch. „Denn Lügde ist ja doch eher gedrungen.“

An den Tag, als er das Foto machte, kann Sieker sich gut erinnern. „In Detmold war es ganz wolkig. Aber Richtung Schiedersee kam die Sonne dann immer mehr heraus. Da beschloss ich, nach Lügde zu fahren. Denn ich wollte schon lange mal um den ganzen Wall herumlaufen“, erzählt er und findet: Lügde ist wirklich eine sehr schöne Stadt.“

Zu dieser Auffassung ist nun mit Blick auf Siekers Foto offensichtlich auch der „Bund Heimat und Umwelt“ gekommen. Damit die Betrachter das Motiv einordnen können, hat der BHU einen kurzen erläuternden Text dazugestellt. „Früher starke Befestigung und Grenze, trägt das Ensemble heute auch zur baukulturellen Identität und touristischen Attraktivität der Stadt bei“, heißt es darin unter anderem.

Gut möglich also, dass künftig noch deutlich mehr Neugierige aus der ganzen Republik das hübsche Städtchen auf der Karte in natura sehen wollen. Denn der BHU gilt als die größte kulturelle Bürgerbewegung in der Bundesrepublik – und die Adressaten seines Grußes sind Menschen, die sich für Heimat-, Landschafts- und Denkmalpflege interessieren. „Ich muss unbedingt mal nach Lügde kommen“, sagte gestern BHU-Bundesgeschäftsführerin Dr. Inge Gotzmann aus Bonn im Gespräch mit den Pyrmonter Nachrichten.

Da trifft es sich umso besser, dass der örtliche Heimat- und Museumsverein just in diesem Jahr begonnen hat, das lange vernachlässigte Innere des alten Wehrturms auf Vordermann zu bringen (wir berichteten).

Die Lügder haben schon wieder einen Grund, mächtig stolz zu sein – diesmal auf ihre baulichen Zeugnisse aus alter Zeit. Denn diese Stadtmauer-Ansicht von Falko Sieker ziert die 2013er Weihnachts-Grußkarte des „Bundes Heimat und Umwelt“. Sieker

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