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Ivonne K. Wimper ist mit ihrem Erstlingswerk unter den ersten Vier bei Radioplanet Berlin

Lügder Autorin für Preis nominiert

LÜGDE. In ihrem Berufsleben als Steuerfachangestellte beschäftigt sich Ivonne K. Wimper aus Lügde mit Zahlen. Als Mutter von drei Kindern im Alter von 12 und 4 Jahren ist sie täglich gefordert. Aber es bleibt ihr immer noch Zeit, ihr Hobby zu pflegen: sie schreibt Kinderbücher.

veröffentlicht am 04.12.2017 um 18:29 Uhr

Ivonne K. Wimper schreibt am liebsten mit dem Laptop auf den Knien. Ihr erstes Kinderbuch ist jetzt bei Radioplanet Berlin im Finale der besten Vier. Foto: afk
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Autor

Achim Krause Reporter
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Offensichtlich ganz erfolgreich, denn ihr Erstlingswerk „Dandelion und der Aufstand der Trolle“ steht jetzt mit drei Mitbewerberinnen im Finale eines Wettbewerbs von Radioplanet Berlin. Noch bis zum 6. Dezember kann jeder seine Stimme auf der Homepage des Senders Radioplanet Berlin abgeben.

Gelesen und geschrieben hat Ivonne K. Wimper schon immer gern, auch während ihrer Schulzeit in der Johannes Gigas-Schule. „Manche Geschichten, die ich gelesen habe, haben mir nicht so gefallen. Die habe ich dann anders umgeschrieben. So habe ich das Schreiben für mich entdeckt“, erzählt die heute 42-Jährige und erinnert sich noch lachend an ihr erstes Werk, eine romantische Mädchengeschichte: „Die war aber nicht so toll.“ Als später ihr Zwillingspärchen heranwuchs, ließ sie bei den Gute-Nacht-Geschichten ihrer Phantasie freien Lauf. Es entstand die Figur des „Dandelion“. Das Leben dieses zehnjährigen Jungen wird total auf den Kopf gestellt, als er mit seinen Eltern in der Mittsommernacht durch ein magisches Tor geht. Er landet im Reich Botanien, dem Zufluchtsort aller magischer Wesen. Er findet heraus, dass seine Mutter eine Hexe ist. Und nicht nur das – auch er selbst hat magische Fähigkeiten! Gemeinsam mit seinem Cousin Coriander bricht er auf, zu einer Reise durch das magische Reich und muss dort ein großes Abenteuer bestehen. Der rote Faden ist das Thema Freundschaft, das sich durch das Buch zieht.

Im Moment ist das Erstlingswerk noch ausschließlich als E-Book der Kindle Edition und als Taschenbuch bei einem Online Versandhandel zu bekommen. Ab dem 10. Dezember wird es dann auch als Taschenbuch in jeder Buchhandlung zu beziehen sein. „Meine Ideen gehen nicht aus“, lacht Ivonne Wimper und freut sich auf den 15. Dezember, wenn dann bereits der Nachfolgeband „Dandelion und die Rettung der Baumfeen“ erscheinen wird.

Geschrieben ist das 200 Seiten umfassende Taschenbuch in der „Ich-Perspektive“ des Jungen. „Das erleichtert Kindern dann auch die Identifikation mit dieser Figur und fördert die Fantasie“, sagt die Autorin. Sie hat die zuverlässige Testperson im eigenen Haushalt: „Meine zwölfjährige Tochter ist mein größter Fan. Sie liest alles von mir, aber auch alles andere. Ihr Zwillingsbruder mag den Dandelion und mag es auch, wenn ich ihm vorlese oder erzähle, aber er liest die Geschichte nicht so gern selber.“

Am liebsten schreibt Ivonnne Wimper abends, wenn die Kinder im Bett sind, mit dem Laptop auf den Knien. „Freitags habe ich tagsüber mal mehrere Stunden am Stück zur Verfügung. Dann wird alles eingetippt, was in der Woche so an Ideen angefallen ist. Ich habe auch überall ein Notizbuch dabei. Da schreibe ich meine Einfälle zwischendurch hinein“, sagt sie.

Wer die gebürtige Lügderin für diesen Kinderbuch-Wettbewerb von Radioplanet Berlin“ vorgeschlagen hat, weiß sie bis heute nicht: „Irgendjemandem muss das Buch wichtig genug gewesen sein, mich dafür zu nominieren.“ Mehrere Ausscheidungsrunden hat sie mittlerweile überstanden, bis sie jetzt unter den letzten Vier steht. „Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet“, gibt sie zu. Zu gewinnen ist kein materieller Preis, sondern lediglich der virtuelle Award „Kinderbuch des Jahres“. Das ist der Lügderin auch nicht wichtig. Aber eine Auszeichnung könnte der mögliche Einstieg in eine größere Karriere sein. Wimper: „Vielleicht nimmt mich ja doch noch ein Verlag unter seine Fittiche. Das wäre natürlich das Größte.“ Jetzt wartet nicht nur ihre Familie mit Spannung auf den 21. Dezember, wenn der „Planet Award“ verliehen wird.

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