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Warum die Stadtverwaltung die Anschaffung eines Modells anregt

Lügde von oben – zum Sehen und Begreifen

Lügde. Wenn früher öffentlich gebaut wurde, dann war es üblich, mindestens fünf Prozent der Kosten für „Kunst am Bau“ zu reservieren. Niemand stellte infrage, ob das denn unbedingt sein müsse. Kunst gehörte einfach in den öffentlichen Raum. Und noch heute ist manche Stadt stolz, vor Jahrzehnten Mut zur Moderne aufgebracht zu haben – auch, wenn insbesondere kühne Ideen im Vorfeld heiß diskutiert wurden.

veröffentlicht am 05.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:00 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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In Lügde passierte in dieser Hinsicht ganz lange gar nichts. Aber jetzt tut sich etwas. Der Marktplatz der Emmerstadt soll nicht nur durch einen künstlerisch gestalteten Brunnen besonders für Familien mit Kindern attraktiver gestaltet werden (wir berichteten). Auch ein bronzenes Stadtrelief rückt in greifbare Nähe.

In den Genuss eines solchen Bronze-Modells kann Lügde durch sein „2015“-Konzept kommen, denn das hat die Städtebau-Fördertöpfe in Bund und Land geöffnet. Ähnlich den vergleichbaren Reliefs in anderen Städten wie etwa Hameln – soll das Modell eine Draufsicht auf das historische Stadtbild ermöglichen, Geschichtsinformationen vermitteln und zugleich die Orientierung erleichtern. Und mehr noch: Das Kunst-Stück ist barrierefrei. Blinde Menschen könnten das Stadtbild, dank Braille-Schrift, ertastend begreifen.

Was sich hinter der Idee verbirgt, will Lügdes Bauamtsleiter den Politikern – und natürlich auch allen anderen Neugierigen – in der nächsten Bauausschusssitzung am kommenden Montag, 9. September, ab 19 Uhr im Ratssaal erklären.

Loges ist sicher, dass ein solches etwa 1,30 mal 0,85 Meter großes Modell den denkmalpflegerischen Wert der historischen Altstadt gut herausstellen könnte. Als möglichen Standort fasst er die bisher freie Fläche gegenüber dem Kloster, vor dem Haus Schneider, ins Auge.

Nachdem er die möglichen Anschaffungskosten recherchiert hat, rechnet der Bauamtschef mit einem Preis von 30 000 Euro. Die Stadt Lügde müsste jedoch nur rund 3000 Euro davon aufbringen. 60 Prozent der Kosten würden nämlich aus Städtebaufördermitteln bezuschusst, und einen Sponsor für die restlichen 30 Prozent hat Loges auch schon an der Hand. Deshalb empfiehlt die Verwaltung nun Lügdes Bau-Politikern, am Montag grünes Licht für das Relief zu geben.

Ein Bronzemodell der Altstadt – ähnlich dem hier in einem Ausschnitt abgebildeten Hamelner Relief – böte sich auch für Lügde an. Bauamtschef Günter Loges will die Idee am Montag vorstellen.



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