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Kämmerer Reker: „Mehr, als wir erhofft hatten“ / Ausführungsbestimmungen sollen schnell folgen

Lügde bekommt 1,2 Millionen Euro aus Berlin

Lügde (jl). „Heute ist ein guter Tag für Lügde“, befand gestern Stadtkämmerer Heinz Reker. Da hatte er gerade per Internet-Recherche auf der Homepage der nordrhein-westfälischen Landesregierung in Erfahrung gebracht, wieviel Geld aus dem von der Bundesregierung angeschobenen Konjunkturpaket II nach Lügde fließt: „Wir bekommen 1 204 237 Euro“, sagte Reker auf PN-Anfrage. „564 173 Euro davon fließen in den Bereich Bildung und 640 064 Euro in die Infrastruktur.“ Als Maßstab für den Bildungs-Anteil gilt die Schülerzahl – zum Stichtag waren in Lügde 1162 Schülerinnen und Schüler aktenkundig. Für die Infrastrukturmaßnahmen sind Einwohnerzahl und Flächengröße der Maßstab.

veröffentlicht am 04.02.2009 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:41 Uhr

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Noch keine offizielle

Bestätigung der Summe

Reker jedenfalls zeigte sich gestern sichtlich erfreut: „Die 1,2 Millionen Euro sind für uns schon eine spürbare Summe. Das ist mehr, als wir erhofft hatten.“ Nun ließen sich Projekte früher realisieren oder überhaupt erst anschieben, „die wir sonst noch nicht oder gar nicht würden machen können“.

Für welche Baumaßnahmen genau das Geld aus Berlin verwendet werden kann, wusste der Kämmerer gestern noch nicht zu sagen. „Ich habe ja noch nicht einmal die offizielle Nachricht über die Höhe erhalten“, so Reker. Allerdings rechne er in den nächsten Tagen mit den Ausführungsbestimmungen, die dann weiteren Aufschluss über die Verwendungs-Kriterien geben sollen.

Dabei hofft er, dass die Ministerialen in Düsseldorf die von der Bundesregierung und vom Land NRW vorgegebenen „zusätzlichen Investitionen“ nicht allzu eng auslegen werden. Denn: „Wenn so viele notwendige Dinge zu tun sind, die wir eigentlich gar nicht bezahlen können, wäre es nicht sinnvoll, sich etwas aus den Fingern zu saugen, was gar nicht notwendig ist.“

Natürlich kann sich der Kämmerer schon jetzt die eine oder andere Baumaßnahme im Ort vorstellen, für die das Geld aus Berlin genutzt werden könnte. Für möglich hielte er etwa die energetische Sanierung im Schulzentrum am Ramberg, wo jetzt noch mit Nachtspeicheröfen geheizt wird und auch Wände isoliert und Dächer erneuert werden müssen.

Und auch manche baufällige Brücke in der Emmerstadt und ihren Ortsteilen ließe sich mithilfe der Finanzspritze aus der Hauptstadt herrichten. „Das alles wäre sinnvoll und notwendig“, findet Reker. Aber darüber hätten – wenn die Projekte sich denn als förderfähig erwiesen – auf Vorschlag der Stadtverwaltung die Politiker im Rat zu entscheiden.

Erfreulich immerhin auch: Seinen Eigenanteil muss Lügde nicht gleich bezahlen. Den stundet ihm das Land bis zum Jahr 2012. Und auch dann müssen die Lügder nicht plötzlich Hunderttausende von Euro nach Düsseldorf überweisen. Stattdessen wird die Summe dann von der Schlüsselzuweisung an die Stadt abgezogen.



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