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Stromausfall nach Kabeldefekt bei Sabbenhausen hat fünfstündigen Einsatz der Feuerwehr bei SH zur Folge

Löschen und kühlen

LÜGDE. Die Ursache und der Ursprungsort des Stromausfalls, der am Mittwochnachmittag die Lichter in gleich mehreren Lügder Ortsteilen ausgehen ließ (wir berichteten), ist inzwischen bekannt: „Der technische Fehler tauchte auf der Leitungsstrecke im Bereich der Straßen „Langeäckern“ und „Brüggensiek“ in Sabbenhausen auf“, erklärte der Sprecher des Energieversorgers Westfalen-Weser-Netz (WWN), Edgar Schroeren, am Donnerstag auf Anfrage.

veröffentlicht am 07.03.2019 um 22:25 Uhr

Die überhitzten Maschinen werden mit CO2-Löschern gekühlt. Von denen sammelten sich im Laufe des etwa fünfstündigen Einsatzes bei Schwering & Hasse eine ganze Menge an. Foto: Freiwillige Feuerwehr Lügde
Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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Als Fehlerquelle war demnach ein Defekt in einem dort verlaufenden 30-kV-Kabel – also einem 30 000-Volt-Mittelspannungskabel auszumachen. Betroffen waren neben Lügde mit seinem international bedeutenden Kupferlackdrahthersteller Schwering & Hasse (SH Wire) noch etliche andere Orte in gleich zwei Kreisen. Auf Lipper Gebiet gingen dem WWN-Sprecher zufolge die Lichter in Biesterfeld, Falkenhagen, Glashütte, Hummersen, Köterberg, Niese, Paenbruch, Rischenau, Sabbenhausen, Wörderfeld, Brakelsiek, Schieder-Schwalenberg und Lothe aus. Im Kreis Holzminden waren Meiborssen und Vahlbruch von den Folgen des sogenannten Erdschlusses betroffen. Die meisten Stromkunden seien um 16.55 Uhr wieder mit Strom versorgt worden. Die Letzten hatten eine knappe halbe Stunde später wieder Strom.

Den konkreten Grund für den Erdschluss konnte Schroeren nicht benennen. „So ein technischer Defekt kann die unterschiedlichsten Ursachen haben.“

Klar ist indes: „In einem Schalthaus in Elbrinxen tauchte der Fehler auf“, erklärte der WWN-Sprecher weiter. Schon in der Netzleitstelle lasse sich das relativ genau einkreisen. „Den genauen Punkt finden die Kollegen dann durch Einmessen der Leitung.“

SH-Geschäftsführer Ernst-Constantin Hasse hatte am Mittwoch von WWN erfahren, dass die Fehlerquelle wohl im externen Mittelspannungsnetz gelegen haben musste.

Vermutlich war am Mittwoch anfangs nicht absehbar, wie sich die Sache entwickeln würde. Denn zwischen dem Beginn des Stromausfalls in Lügde um 16.10 Uhr und der Meldung in der Feuerwehrleitstelle in Lemgo vergingen mehr als zwei Stunden. Um 18.39 Uhr wurden Lügdes Freiwillige Feuerwehrleute – zunächst mit dem Einsatzstichwort „Feuer 2“ – alarmiert. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Einsatzbericht hervor.

Weil aus einer Sollbruchstelle der überhitzten Maschine bereits Flammen schlugen, mussten mehr Atemschutzgeräteträger her. Deshalb wurde das Einsatzstichwort auf „Feuer 3“ erhöht. Zusätzliche Kräfte des Löschzuges Wörmketal sowie der Atemschutz-Abrollcontainer des Kreises Lippe wurden alarmiert.

Wie schon bisher in ähnlichen Fällen löschten die Feuerwehrleute die Flammen durch die als Austrittsstellen für solche Fälle in den Maschinenturm eingebauten Türen im Dachbereich über die Drehleiter. Zeitgleich kühlten mehrere Atemschutztrupps die Maschine im Innenangriff mit CO2-Löschern.

Die Feuerwehr Lügde war mit insgesamt etwa 50 Einsatzkräften an der Einsatzstelle. Zur Eigensicherung waren auch der Rettungsdienst des Kreises Lippe sowie das DRK aus Blomberg an der Einsatzstelle präsent. Einsatzende war um 23.30 Uhr.



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