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FWG-Mitglied Klaus Meier erntet Kritik und Unverständnis bei Info-Veranstaltung

Lässt sich Gegenwind speichern?

Sabbenhausen. Dass der Vorsitzende der Lügder FWG, Klaus Meier, ein Pumspeicherwerk im Mörth begrüßen würde, hat er bereits bei verschiedenen Gelegenheiten deutlich gemacht. Auf einer Informationsveranstaltung in Sabbenhausen wurde allerdings deutlich, dass die Mehrheit der Anwesenden dem Unterfangen sehr skeptisch gegenübersteht.

veröffentlicht am 03.04.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:21 Uhr

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Die Sprunghaftigkeit Meiers wird ihm zum Verhängnis. Denn während seiner Ausführungen wechselt er zwischen Bürgersorgen bei der Stromtrasse und dem absoluten Vorrang der Energiewende beim PSW: „Wenn wir die Energiewende wollen, müssen wir Kompromisse eingehen.“ Windräder auf Lügder Bergen lehnt er ab. Das bis zu 400 Millionen Euro teure Projekt von Hochtief unterstützt er dagegen mit Feuereifer. Verschränkte Arme und kritische Blicke der etwa 70 Zuhörer verraten, dass sie sich nicht von Grafiken und Vergleichen mit Goldisthal in Thüringen beeindrucken lassen. Das PSW dort nimmt Meier zum Vergleich und um aufzuzeigen, welch finanzieller Gewinn aus einem solchen Speicherwerk zu schlagen sein könnte.

Meier glänzte mit Vorbereitung und angelesenem Wissen. Aber auch die Bürger haben sich schlau gemacht, konfrontieren ihn mit Diskussionen, die derzeit über die Wirtschaftlichkeit von PSW geführt werden und stellen fast schon Fachfragen zu benötigter Wasserfläche und technischer Umsetzung.

„Blauäugig“ ist aus dem Publikum zu hören, als der FWG-Vorsitzende davon redet, dass der Bau auch Arbeitsplätze für Lügder bedeuten kann: „Ich denke nicht, dass die für alles die Leute von weiter weg holen, sondern eher auch schon mal einen von hier fragen.“ Darauf verlassen sich die Sabbenhausener bei einem internationalen Konzern, wie der Baufirma Hochtief, keinesfalls. Meier hält dagegen: „Wenn es nur einen Arbeitsplatz schafft, ist das genug, denn der ist auch wichtig.“ Viel zu wenig, finden die Anwesenden, die inzwischen darüber tuscheln, dass Hochtief schon die Kosten für die Hamburger Elbphilharmonie zu knapp kalkulierte. Meier klammert sich weiter an die Möglichkeiten für den Tourismus, richtet beinahe bittend an das Publikum: „Mit was sollen wir denn aber sonst werben?“ Am Ende seines Vortrages gibt er den Hinweis, dass er entgegen aller Anschuldigungen und Anfeindungen „kein Handlanger von Hochtief“ sei. Vom Abend bleibt der Eindruck, dass, auch wenn die Suedlink-Trasse noch für mehr öffentlichen Widerstand sorgt, der Unmut der Bürger gegenüber dem PSW nicht zu unterschätzen ist.jmr



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