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Marianne Weiland, Heike Hasse und Silke Schnau öffnen Ateliers – und lassen Bilder mit Füßen treten

Kunst kann so pflegeleicht sein wie Parkett

Lügde. Die Kunst mit den Füßen zu treten, das widersprach dem Naturell vieler Besucher, die sich am Wochenende aufgemacht hatten, um die Lügder Künstlerin Marianne Weiland bei ihrer Arbeit im offenen Atelier in der alten Möbelfabrik im Dallensenweg zu besuchen.

veröffentlicht am 02.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 20:21 Uhr

Marianne Weiland (großes Foto) muss die Besucher erst überzeugen

Autor:

Sabine Brakhan
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Acrylbilder für den Boden, gemalt auf Segeltuch oder Leinen, sind das Hauptbetätigungsfeld der heimischen Künstlerin und empfingen die kunstinteressierten Besucher bereits im Eingangsbereich des ehemaligen Verwaltungsgebäudes.

Dass das Betreten der unempfindlichen Kunstwerke erlaubt, ja geradezu erwünscht war, bedurfte für viele Interessierte jedoch erst einer ausführlichen Erläuterung durch die Erschafferin der Bodenbilder selbst.

Petra Eggert ist bereits Besitzerin eines Bodenbildes und bestätigt: „Das Bild wurde von der Künstlerin fantastisch auf unsere Wohnung und Einrichtung abgestimmt und ist pflegeleicht wie Parkett.“

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Doch nicht nur Marianne Weiland hauchte dem etwas runtergekommen wirkenden Fabrikgebäude mit ihrem bunten Farbspiel neues Leben ein, auch ihre Künstlerkollegin und Ateliernachbarin Heike Hasse sorgte für angenehme Farbstimulation mit ihren zum Expressionismus tendierenden Werken. „Alles fließt“ lautete beispielsweise der Titel eines sogenannten Diptychons.

Das ist ein Werk, das aus zwei Teilen besteht und durch seine türkisen Farbtöne eine heilende Wirkung auf den Betrachter ausstrahlen soll, wie die Lügder Künstlerin bei einem Rundgang durch ihr Atelier den Besuchern gern erläutert.

Abgerundet wurde das künstlerische Angebot durch die Textildesignerin Silke Schnau aus Isenbüttel. Angeregt durch die verschiedenen Strukturen der Naturlandschaften, bekommen ihre Heimtextilien wie Kissen, Decken und Tischtücher auf dem Webstuhl und durch spezielle Nachbehandlungen wie durch Filzen eine ganz eigene und unverwechselbare Struktur. Trotz ihrer ganz unterschiedlichen Arbeitsweise zeigten die drei Künstlerinnen eindrucksvoll auf, wie Farbe im Wohnbereich geschickt eingesetzt werden kann, getreu dem Motto: „Wenn die Welt draußen schon nicht schön ist, dann gestalten wir eben das Zuhause der Menschen angenehm.“

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