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Infos über Hochtief-Projekt für Lippes Umweltpolitiker / Entscheiden muss die Bezirksregierung

Konzerntochter stellt Lügder Pläne vor

Elbrinxen. Wo genau will der Hochtief-Konzern sein Lügder Pumpspeicherkraftwerk denn nun eigentlich bauen? Die Politiker des Kreis-Umweltausschusses wollten es gestern wissen. Im Vorfeld der abendlichen Bürgerinformation im „Lippischen Hof“ ließen sie sich deshalb informieren. Zunächst von Hochtief-Repräsentant Bastian Görke im Festsaal des Hotels und anschließend noch bei einer kurzen Bereisung im eigens nach Elbrinxen beorderten Mannschaftsbus des TBV Lemgo. Im Wald erläuterte Forstmanagement-Chef Hans-Ulrich Braun als Vertreter des verkaufswilligen Landesverbandes Lippe die Sicht der Forst auf den Wald, dem möglichen Standort für das etwa 30 Hektar große Oberbecken. Wegen der bodenbedingt typischen Staunässe seien die etwa 120 bis 130 Hektar bewirtschaftete Waldfläche „forstlich gesehen immer ein Sorgenkind“. Das Baumwachstum sei „nicht so, wie wir uns das vorstellen“. Am Rande wurde ebenfalls betont, dass das Oberbecken im Mörth zwar über die alte Nato-Fläche hinausgehen, nicht aber in den besonders schützenswerten Buchenwald des FFH-Gebiets hineinragen solle.

veröffentlicht am 20.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 13.01.2017 um 14:00 Uhr

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Juliane Lehmann

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Juliane Lehmann Reporterin zur Autorenseite
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„Vor Ort agieren wir nicht als Hochtief“, erklärte Prokurist Görke über die bereits gegründete PSW-Gesellschaft. Das Ziel dieser 100-prozentigen Konzerntochter sei der Bau des voraussichtlich mehrere hundert Millionen Euro teuren Speicherkaftwerks. Mehr als den habe Hochtief aber nicht auf dem Plan und suche deshalb nach einem Betreiber. Es gebe „im Moment noch niemanden, der sich an das Projekt bindet“, aber derzeit würden Gespräche mit potenziellen Betreibern geführt. „Da ist gedanklich noch alles offen.“ Infrage kämen regionale Stadtwerke bis hin zu Großversorgern.

Der Kreis Lippe wird laut seiner Umweltamtsleiterin Dr. Ute Röder unterstützend tätig. Denn zum Konzept der Umstellung auf erneuerbare Energien gehörten Netzstabilität und Speicherung. „Mit Blick auf eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Kommune und dem Hochtief-Ableger. versicherte sie: „Es fließt kein Geld.“ Über die Genehmigung zu entscheiden habe die Bezirksregierung in Detmold.

Eine gewisse „regionale Wertschöpfung“ erhoffen die Akteure vor Ort. Was Bürgermeister Heinz Reker sich allerdings wünscht: „Das Kraftwerk soll sich möglichst wenig auf die Natur auswirken.“

Mehr zum Thema PSW und vor allem die dreistündige Bürgerinformation samt kontroverser Diskussion am Donnerstagabend lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.



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