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Hameln-Pyrmonts CDU-Landtagskandidat besucht Lügder Moschee

Kommunalwahlkampf bis ins Nachbarbundesland hinein

Lügde (jl/red). Dass ein Hameln-Pyrmonter Landratskandidat für einen Wahlkampftermin das Bundesland wechselt und in Nordrhein-Westfalen auf Stimmenfang geht, kommt wohl doch eher selten vor. Aber Dr. Stefan Walter (CDU) hatte bei seinem Besuch in der Lügder Moschee jetzt eine bestimmte Klientel im Auge: die vielen Mitglieder des Vereins, die in Bad Pyrmont leben und nicht nur die Staatsbürgerschaft ihres Herkunftslandes oder der Heimat ihrer Eltern oder Großeltern haben, sondern zudem oder sogar ausschließlich einen deutschen Pass – womit sie wahlberechtigt sind. Ungefähr 500 Menschen mit muslimischer Religionszugehörigkeit dürften in Bad Pyrmont leben; an die 100 von ihnen gehören dem Moscheeverein in Lügde an.

veröffentlicht am 27.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 01:21 Uhr

Gemeinsames Essen, gemeinsame Gespräche: Dr. Stefan Walter bei seinem Besuch in der Lügder Moschee.  Foto: pr
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„Weil der Wunsch zum Kennenlernen auf beiden Seiten bestand, haben wir Dr. Walter zum Fastenbrechen eingeladen“, sagt Sofyan Mohamad vom Vorstand des Vereins. „Nur, wenn sich die Leute zusammensetzen und miteinander sprechen, können sie Vorurteile abbauen.“

Da Muslime Mohamads Einschätzung nach traditionell eher in Richtung SPD tendieren, sei es sinnvoll gewesen, auch einmal christdemokratische Standpunkte kennenzulernen. „Aber wir haben uns auch über die Lage in Somalia unterhalten“, erzählt Mohamad, der im Übrigen findet, der Kandidat habe eine gute Figur gemacht. „Er würde als Landrat sicher auch etwas für die Muslime tun“, glaubt Mohamad. Und was erwartet er generell von Politikern? „Dass sie ihre Versprechen halten.“

In seinem Grußwort wandte sich Walter gegen die auf beiden Seiten teilweise immer noch vorhandenen Vorurteile, für deren Abbau er sich – ebenso wie für eine bessere Sprachförderung – stark machen wolle. „Islam und Westen sind keine Gegensätze“, stellte er fest. Vielmehr müsse man die Religionsvielfalt in Deutschland als kulturelle Bereicherung und Muslime als Partner statt als Bedrohung begreifen. Zudem sprach er sich für mehr bürgerschaftliches Engagement von Muslimen in Parteien, Vereinen und im gesellschaftlichen Leben“ aus, um gegenseitiges Vertrauen und Toleranz zu fördern. Integration sei „eine gesellschaftspolitische Aufgabe ersten Ranges“. Bei seinem Besuch wurde Walter vom Integrationsbeauftragten des Landkreises Hameln-Pyrmont, Dr. Feyzullah Gökdemir, sowie einigen Pyrmonter CDU-Politikern begleitet.



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