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Lügder Unternehmen Schwering & Hasse investiert rund 1,1 Millionen Euro in neue Anlage

Kommt ein Ofen geflogen

Lügde. Würde der Schwerlastkran noch länger auf dem Außengelände von Schwering & Hasse stehen, hätte Lügde ein neues Wahrzeichen. Der Kran, der in der Lage ist, einen Airbus A380 zu stemmen, musste immerhin einen rund zwölf Tonnen schweren Lackierofen über ein Loch im 26 Meter hohen Dach der Werkhalle millimetergenau an seinen zukünftigen Arbeitsplatz hieven.

veröffentlicht am 08.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:04 Uhr

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Autor:

Carlhermann Schmitt
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Der Einbrennofen wurde aus Italien geliefert. „Es gibt drei Hersteller in Europa, davon keiner in Deutschland“, erklärte der Projektmanager von Schwering & Hasse, Gottfried Nikolina, der schon seit Wochen mit der Vorbereitung beschäftigt ist. Als gestern Morgen der Lkw ankam, wurde noch ein zweiter Kran zu Hilfe genommen, der lediglich 50 Tonnen wuchten kann. Zunächst wurde der Ofen angehoben, dann der Lkw darunter weggefahren. Und dann mussten die beiden Kräne gemeinsam den drei Stockwerke hohen Ofen aufrichten: sanft, denn der Koloss ist trotz seiner Masse ein Präzisionsinstrument, in dem ein Kupferdraht von maximal 20 Quadratmillimeter Stärke 17 Lackschichten erhält, jede nur ein paar Tausendstel Millimeter dick. Zum Glück war es windstill. Das war die Voraussetzung, dass der Schwerlastkran den Ofen aufnehmen und langsam durch das nur unwesentlich größere Loch im Dach und den Geschossböden absenken konnte. Über Funk wiesen Jörg Jehle und seine Kollegen von der Bad Pyrmonter Metallbau-Firma Altenberend den Kranführer an, sodass der Stahlträger des Ofenbodens mit dem in der Halle verschraubt werden konnte – eben millimetergenau. Da kam alles zusammen. Souveränität der Kranführer, der Projektmitarbeiter aus Lügde, Bad Pyrmont und Italien und auch Glück: So passte ein Schaltschrank an dem Ofen gerade noch über ein Geländer im ersten Stock. Ein paar Millimeter mehr und Nikolina hätte die Flex holen müssen. „Wäre auch kein großes Problem gewesen, aber so ist es ideal.“ Als gegen 13 Uhr gestern der Ofen stand, war erst einmal allenthalben Erleichterung zu spüren. Aber die Arbeit noch nicht vorbei. Kleinteile mussten noch vorbereitet werden, die auch noch eingebracht werden müssen. Heute wird dann der Ofen noch in allen Stockwerken verschraubt und gesichert, damit sich da auch nichts mehr bewegen kann. Dann muss der Dachdecker das Loch wieder verschließen. Danach beginnen die Installationsarbeiten – in knapp einem Monat soll der Ofen ans Netz gehen. „Rund 1,1 Millionen Euro kostet uns diese Anlage, die pro Jahr 700 Tonnen Kupferdraht lackieren kann“, erklärt Geschäftsführer Ernst-Michael Hasse und führt aus, dass dies ein Teil des Vierjahresplans ist, in dem 15 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen sind, um Schwering & Hasse weiterhin an der Spitze der europäischen Liga zu halten.

2 Bilder
Millimetergenaue Passarbeit. Foto: yt


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