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Ingo Oschmann kommt am Freitag zur Vorpremiere nach Lügde / Im Anschluss will er vom Publikum wissen, was noch zu verbessern ist

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Worum geht es in der neuen Show?

veröffentlicht am 16.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 07:21 Uhr

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Kann ich gar nicht wirklich sagen, weil ich mitten in den Previews bin. Ich will einfach mal gucken, was so passiert. Viele haben gesagt, ich soll mal wieder mehr zaubern. Da habe ich einfach Sachen rausgesucht, die ich toll finde und normalerweise kann man von zehn Tricks acht in die Tonne treten, weil sie nicht funktionieren oder ich mich unsicher fühle. Ich war am Donnerstag das erste Mal mit dem Zeug auf der Bühne und nach jeder Nummer habe ich mit meinem Publikum darüber gesprochen. Was meint ihr? Was muss ich ändern? Normalerweise kommt da auch noch keine Presse rein, weil das ja noch keinen Hand und Fuß hat. Aber ich habe eine richtig tolle Kritik bekommen. Das wird glaube ich ein Superprogramm. Eine Idee ist, dass es so um die fünf Sinne geht, die ein Mensch hat und um den sechsten, also die Intuition und die Frage: Sind die Entscheidungen, die wir täglich treffen, wirklich frei oder werden wir manipuliert und gesteuert? Ein Beispiel bei mir ist, ich mag kein Internet und Facebook. Ich bin auf der Seite, weil ich muss, privat würde ich da nichts posten und ich schreibe ungern SMS, aber trotzdem habe ich mich dabei ertappt, dass ich fast jeden Käse bei Amazon kaufe. Ich sitze hier und Klick. Anstatt ich in den Laden gehe. Und das, obwohl ich das Internet zutiefst ablehne, das geht schon fast in Richtung Hass. Ich habe allen Ernstes einen Bleistiftanspitzer bei Amazon bestellt. Ein Freund von mir bestellt da Katzenstreu, weil er keinen Bock hat, das Zeug zu schleppen. Und das kennt jeder.

Der Titel lässt eher auf eine Show rund um Wettkampf schließen. Spielt das auch eine Rolle?

Ja, das ist auch ein Thema. Ursprünglich hieß das Programm „Space-Cowboy – Begegnung der dritten Art“, weil es auch darum geht, dass man sich manchmal als Alien vorkommt. Warum haben fremde Menschen so einen großen Einfluss auf mich? Ich habe zum Beispiel eine Bäckerfrau, und wenn die nicht „Guten Morgen“ sagt, sondern einfach „so!“, dann habe ich sofort schlechte Laune.

Wird es in Lügde auch Rückfragen ans Publikum geben?

Ja total. Nicht mehr in dem Maße, weil sich einiges schon eingelaufen hat. Ich habe zum Beispiel eine Nummer mit russischem Roulette mit Cola-Dosen. Da hätte ich nie gedacht, dass die so ankommt. Die brauche ich nicht mehr drüber reden, da weiß ich, dass sie gut ist. Aber es gibt noch das ein oder andere. In der Pause bin ich eh draußen mit dem Publikum und nach der Show bin ich der letzte, der geht, weil ich das so toll finde mit den Leuten.

Im neuen Programm soll Zauberei wieder eine größere Rolle spielen?

Ja, ich will auch, dass die Show sich unterscheidet von den anderen. Jetzt rückt Stand Up mehr in den Hintergrund. Es ist mehr Zaubern und wesentlich weniger Text.

Ist netter Humor schwerer als meckern?

Es ist leichter, sich einen rauszusuchen und den doof zu finden. Der Wendler und Merkels Frisur, das sind Klischees. Stand Up dreht sich aber um einen selbst. Ich mag es nicht, auf der Bühne zu lästern. Es gibt auch keine Witze unter der Gürtellinie. Bei mir kann der 5-Jährige mit der Oma in die Show. Bei mir ist das harmlos, weil ich die harten Witze und das Fertigmachen nicht mag. Ich mach gerne auch mal Witze auf meine Kosten. Ganz viel geht auch im Dialog mit dem Publikum, es kommen wieder Leute auf die Bühne. Ich bin Dirigent und das Publikum ist mein Orchester. Wir gestalten gemeinsam den Abend. Je locker ich mein Publikum bekomme, desto schöner wird der Abend.

Wie viele der Anekdoten sind denn wahr?

Alles. Natürlich überzieht man das, sonst wäre es ja nicht lustig, ich hätte sonst das lustigste Leben der Welt. Aber ich könnte über nichts reden, was nicht wahr ist.

Wie lange dauert das Programm?

Kann ich jetzt noch gar nicht sagen. Am Donnerstag war der erste Abend 45 Minuten und am Samstag war der erste Teil 1,5 Stunden und der zweite 20 Minuten. Bei mir können es auch mal drei Stunden werden, wenn’s richtig läuft. Das richtet sich auch nach dem Publikum. Ich habe eine Lügentestnummer, die hat in der Schweiz alleine 50 Minuten gedauert. Wenn’s läuft, dann läuft’s. Jetzt ist viel Improvisation dabei, je freier ich werde, desto länger dauert’s , aber es kommt jeder auf seine Kosten.

Wenn anderswo Premiere ist, wissen die Lügder längst Bescheid: Komiker Ingo Oschmann kommt am Freitag mit neuen Witz- und Zaubernummern ins Kloster. Er pfeilt an einer neuen Show und hält dafür in Vorpremieren Rücksprache mit dem Publikum. Julia Rau interviewte den Komiker.

Oschmann bevorzugt Humor über der Gürtellinie. pr



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