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So viele Freiwillige wie noch nie und wenig Müll – ein Super-Frühjahrsputz

Kolpingjugend lässt erstes Rad rollen

LÜGDE. Orange – das ist die Farbe der Kolpingsfamilie. Und so fühlten sich die Mädchen vom Lügder Jungkolping durchaus wohl in ihren Warnwesten, mit denen sie auf Spurensuche von Umweltverschmutzern gingen. Ihr Ziel wares, die Spuren zu beseitigen: Frühjahrsputz.

veröffentlicht am 14.04.2019 um 21:59 Uhr

Zur Sicherheit min Menschenkette: Sina, Pauline und Lina an der kleinen Emmer. Foto: yt
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Carlhermann Schmitt Reporter
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Wobei angesichts des Schneegestöbers der Frühling nicht so richtig zur Motivation taugte.

Da das Kolping-Team kaum noch achtlos weggeworfenen Unrat fand, fühlte es sich schon fast an wie Ostereier suchen, befand Katrin Klus, die mit dem Chef der Kolpingsfamilie, Markus Klu, und der Vorsitzenden der Kolpingjugend, Anna Lena Siegmann, die Jugend begleitete.

Hier ein Papierchen, dort eine Kippe – nichts Spannendes, und das, obwohl die Suche mit einer Fertiggericht-Styropor-Verpackung schon so erfolgversprechend angefangen hatte. Zumal Lina zur Sicherstellung auch noch über eine Mauer klettern musste. Bei diesem Abenteuer blieb es dann erstmal für eine Weile. Die Mädchen fanden dann noch ein kleines Speichenrad, in das sie Zweige einflochten und mit bunten Bändern schmückten, die sie ebenfalls am Wegesrand fanden. Das Rad wurde dann – allerdings ohne es zuvor in Brand zu stecken – einen Abhang hinuntergerollt. Und die Prognose war klar: Es wird eine gute Ernte in diesem Jahr geben.

Katrin Klus verteilt Säcke an die fleißigen Sammler. Foto: yt

Die Suche nach dem verlorenen Schatz nahm dann an der kleinen Emmer am Wall richtig Fahrt auf. Wo jedes Jahr die Schützen zum Abschluss ihres Festes springen, fanden die Damen vor allem Flaschen. Und nachdem sie herausgefunden hatten, wie sie sich mittels Kette davor bewahren konnten, ins kalte Wasser zu fallen, hatten sie richtig Spaß daran, das Flussbett auf Leergut zu durchforsten. Auf diesen Spaß hätte Paulina nicht verzichten wollen, weshalb sie trotz ihres Geburtstages beim Umwelttag mitmachte.

Zu guter Letzt wurde dann sogar noch eine ungeöffnete Flasche gefunden. Es brauchte eine gewisse Zeit, den Kronkorken abzuhebeln. Aber als das geschafft war, wollten die Mädchen dann auch wissen, was die braune Drittel-Liter-Flasche, deren Etikett längst mit dem Untergrund des Bächleins verschmolzen war, an Köstlichkeit bot. „Jeder nur einen winzigen Schluck“, wurde scherzhaft als Parole ausgegeben. Aber riechen war schon das Äußerste, was sich Mädchen zumuteten, bevor sie das Getränk ausgossen.

Damit war auch das letzte Abenteuer für das Jungkolping-Team bestanden. Und man machte sich auf den Rückweg zum Werkschuppen des Heimat- und Museumsvereins, wo sie von Dieter Rüsenberg mit Bratwürstchen empfangen wurden.

„Das war wirklich eine tolle Aktion“, freute sich zum Abschluss der Vereinsvorsitzende Werner Friese. Mit über 100 Aktiven haben so viele Freiwillige mitgeholfen wie nie zuvor. „Soviele Freiwillige haben so wenig gefunden. Das zeigt doch, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“ Und dass die Diakonie Himmelsthür aus Bad Pyrmont mit über zehn Leuten am Start war, fanden auch die anderen Teilnehmer ganz hervorragend.



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